Von Bangkok zur Trauung in die Amanda
Soo Mee Baumann und Sebastian Gollnow mit dessem Neffen Samuel nach der Hochzeit in der Amanda auf der Kutschfahrt nach Heinbockel .
Sebastian Gollnow und Soo Mee Beatrice Baumann leben in Bangkok, aber den Bund fürs Leben schlossen sie jetzt in der Mühle Amanda im beschaulichen Grefenmoor. „Uns hatte die urige Atmosphäre so gefallen“, berichtet das Paar, das sich nunmehr in den Flitterwochen in Österreich befindet. Der Mühlenverein, der die Traustätte 2012 eröffnete, freut sich über Zuspruch auch und gerade von Menschen von außerhalb.
Sebastian Gollnow ist als Umweltmanagement-Berater bei PE-International beschäftigt. Soo Mee Baumann arbeitet für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Seit Januar leben sie in Bangkok, davor war der 32-Jährige beruflich für anderthalb Jahre in Neuseeland tätig und die 30-Jährige arbeitete in Burundi. Nach dem Zusammenzug in Bangkok sei die Entscheidung zur Heirat gefallen, erzählt das junge Paar. Diese sei zunächst in Thailand geplant gewesen. „Als dann aber klar wurde, dass wir sowieso nach Deutschland fahren würden, suchten wir nach einem geeigneten Ort für die Hochzeit in Deutschland.“ Für Himmelpforten fiel die Entscheidung, weil Sebastian Gollnows Schwester Esther Munter dort lebt.
„Wir sind in Essen und Stuttgart aufgewachsen und haben Himmelpforten nur durch die Besuche bei Sebastians Schwester kennengelernt. Natürlich hat uns der Name Himmelpforten sehr gut gefallen und die Mühle in Düdenbüttel Grefenmoor dazu noch viel mehr“, sagt die in Seoul gebürtige Braut. Die Organisation der Hochzeit von Bangkok aus sei dann nur möglich gewesen, weil sowohl das Standesamt der Samtgemeinde Himmelpforten als auch der Mühlenverein und die Bauernscheune Heinbockel bereit waren, alles per E-Mail zu vereinbaren. „Zudem hat Sebastians Schwester, die als Hufpflegerin sehr gut vernetzt ist, maßgeblich zum Gelingen der Feier beigetragen“, freut sich Soo Mee Baumann. Einen Dank spricht sie auch Harald Widera und Annkatrin Alwardt vom Mühlenverein aus. „Sie waren unheimlich freundlich und haben uns sogar noch einen wunderschönen Wiesenstrauß in das Trauzimmer gestellt.“
Das Paar erlebte ein absolutes Traumwetter für die Hochzeit. Nach der Trauung konnte es den schönen Vorplatz und die Kulisse der Mühle für einen Sektempfang und Fotos nutzen. Auch die Gäste, die aus Süddeutschland, der Schweiz, Essen, Berlin und aus der Region angereist waren, zeigten sich begeistert von der Location. Nach der Trauung ging es mit Pferd und Wagen zur Bauernscheune nach Heinbockel, wo gefeiert wurde.
Nach Auskunft von Harald Widera hat es 2013 bereits vier Trauungen in der Amanda gegeben, vier weitere sind fest gebucht und eine Zeremonie ist für August 2014 vorgemerkt. Er freut sich, dass auch und gerade Paare aus Hamburg das historische Ambiente der ländlichen HolländerKornwindmühle einem Standesamt in der Metropole vorziehen. Viele Informationen stehen auf der Internetseite des Vereins:
windmuehle-amanda-grefenmoor.de
Ein Kuss unter dicken Balken .