Zähl Pixel
Archiv

Waffenverbot am Hamburger Hauptbahnhof

Foto Bilderbox

Foto Bilderbox

Am Hauptbahnhof gilt an diesem Wochenende ein komplettes Waffenverbot. Die Bundespolizei hat eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der Schusswaffen oder Messer jeglicher Art nicht mitgeführt werden dürfen. Auch Schreckschusswaffen seien nicht erlaubt, hieß es in der Verfügung.

Freitag, 25.05.2018, 17:25 Uhr

Die Bundespolizei kündigte Kontrollen ab Freitagabend an.

Ausgenommen von dem Verbot sind Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten, Handwerk und Gastronomie sowie Jäger, die ihre Waffen in verschlossenen Behältern transportieren.

Die Maßnahme sei ein Test zur Aufhellung des Dunkelfeldes, sagte ein Sprecher. Das heißt, die Bundespolizei will erkunden, wie viele Messer und andere Waffen im Verkehr sind. Der Hauptbahnhof mit rund 500 000 Reisenden täglich sei wie die Innenstadt insgesamt ein Brennpunkt der Gewalt.

Auch die Hamburger Polizei will im Bereich der Reeperbahn verstärkt auf die Einhaltung des dort geltenden Waffen- und Glasflaschenverbots achten, wie ein Sprecher sagte. 397 Verstöße gegen das Verbot hatte die Polizei im vergangenen Jahr an der Reeperbahn und am Hansaplatz in St. Georg gezählt, wo das Verbot ebenfalls gilt. Das war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (425), aber immer noch deutlich mehr als im Jahr 2015 (299). In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 119 Verstöße gegen das Waffenverbot erfasst, wie der Senat kürzlich mitteilte. Die Einrichtung der Waffenverbotsgebiete habe sich als generalpräventives Mittel bewährt, hieß es.

Laut polizeilicher Kriminalstatistik sank die Zahl der Straftaten insgesamt auf St. Pauli im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent, in St. Georg um 0,2 Prozent.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.