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Leserbriefe

TWahlgeheimnis aufheben

Zu den Artikeln „Bundestagswahl - Panne beim Versand von Wahlbriefen“ und „Wie wählen leichter geht“ (TAGEBLATT vom 16. und 19. Februar) schreibt Bernd D. Hadeler aus Heinbockel:

Dienstag, 25.02.2025, 13:41 Uhr

Einem Bericht des DLF zufolge können offenbar viele im Ausland lebende Deutsche nicht an der Bundestagswahl teilnehmen, was nicht, wie dem üblichen Geplapper zufolge, dem Verwaltungsapparat anzulasten ist, sondern der nachgerade planlos-dümmlichen Festlegung des Wahltermins. Ich nehme seit Jahrzehnten notgedrungen als Briefwähler an Wahlen teil und habe starke Zweifel, ob meine Wahlunterlagen überhaupt „aktiviert“ werden. Angesichts der antidemokratischen, asozialen Kräfte in meinem Land muss ich sogar davon ausgehen, dass Putins Freunde ihre Finger längst bis in die Briefzentralen ausgestreckt haben. Kurzum: Eine juristisch einwandfreie Briefwahl wird erst dann Realität sein, wenn der Eingang meines Wahlbriefes rechtswirksam quittiert wird. Die Möglichkeit, die Wahlunterlagen per Einschreiben/Rückschein einzusenden ist zwar rechtlich gegeben, lässt sich aber aus ganz simplen Sachgründen gar nicht durchführen. Als permanenter Wähler seit 1969 wünsche ich mir nicht erst seit der juristisch benannten Existenz von Nazis und anderen Demokratiefeinden in politischen Parteien, dass ich juristisch nachprüfen kann, ob meine Wahlstimmen rechtswirksam wurden. Zur Not möchte ich also anwesend sein, wenn meine Wahlunterlagen geöffnet und rechtswirksam „verdatet“ werden. Ich habe nichts zu verbergen und fordere die Aufhebung des Wahlgeheimnisses für jene Menschen, die ihre Wahlentscheidung öffentlich machen möchten. Dieses Recht sollte dann selbstredend auch für die Nazis in der AfD und andere, bislang anonyme Freunde Putins gelten.

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Theo Soltau
26.02.202511:30 Uhr

Eine sehr gute Idee.
Ich kann mittlerweile auch verstehen,das Briefwähler Zweifel haben,das ihre Unterlagen nicht rechtzeitig im Wahllokal ankommen,oder was ich mir persönlich nicht vorstellen kann,
wegen irgendwelcher dummer Zufälle gar nicht berücksichtigt werden.

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