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Erdbeben

Warum es in Niedersachsen zu schwachen Erdbeben kommt

Der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) überwacht als staatlicher seismologischer Dienst die Erdbebentätigkeit in Niedersachsen und den angrenzenden Gebieten. (Symbolbild)

Der Niedersächsische Erdbebendienst (NED) überwacht als staatlicher seismologischer Dienst die Erdbebentätigkeit in Niedersachsen und den angrenzenden Gebieten. (Symbolbild) Foto: Jochen Lübke/dpa

Plötzlich wackelt die Tasse: Menschen in Niedersachsen spüren immer wieder leichte Erdbeben. Woran liegt das - und welche Rolle spielt die Gasförderung dabei?

Von dpa 11.02.2026, 17:40 Uhr
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Visselhövede. Ein schwaches Erdbeben der Magnitude 2,1 hat am Morgen das Gebiet im Drei-Landkreise-Eck Verden, Rotenburg (Wümme) und Heidekreis erschüttert. Das Beben wurde nach Angaben des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) um 4.57 Uhr rund zehn Kilometer südwestlich von Visselhövede am Westrand der Lüneburger Heide registriert.

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge im Bereich der Erdgasfelder Hamwiede und Weissenmoor. Nach Angaben des LBEG verursacht die Förderung von Erdgas Spannungen im tiefen Untergrund.

Werden diese Spannungen an Schwächezonen plötzlich abgebaut, entstehen sogenannte induzierte Erdbeben. Diese können an der Oberfläche als Erschütterungen wahrnehmbar sein.

Menschen spüren Erdbeben ab einer Magnitude von etwa 1,9

Im Gebiet der niedersächsischen Erdgasförderung können Menschen den Angaben nach solche Ereignisse erfahrungsgemäß ab einer Magnitude von etwa 1,9 spüren. Die Magnitude ist die Messgröße für die Stärke eines Erdbebens.

Meldungen von Anwohnern über wahrgenommene Erschütterungen gab es nach Angaben der Behörde zunächst nicht. Schäden seien bei einem Beben dieser Stärke in der Regel nicht zu erwarten.

Erdbebendienst registriert im Schnitt fünf Erdbeben pro Jahr

In den vergangenen drei Jahren registrierte der Erdbebendienst nach Behördenangaben im Schnitt etwa fünf seismische Ereignisse pro Jahr. Rund ein Drittel davon lag demnach oberhalb der Wahrnehmungsschwelle.

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