Zähl Pixel
Archiv

Was Stades Jahrmarkt zu bieten hat

Ganz neu in Stade: Geschicklichkeit und Glück sind gefragt, wenn Hendrik Kortekamp um den Wurf in die Milchkanne bittet.

Ganz neu in Stade: Geschicklichkeit und Glück sind gefragt, wenn Hendrik Kortekamp um den Wurf in die Milchkanne bittet.

Mit einem Bummel über den Jahrmarkt verbindet jeder etwas anderes: Für den einen ist es wie ein kleiner Urlaub, der andere sucht den Nervenkitzel. Womit die Schausteller in diesem Herbst locken und warum sie den Besuch empfehlen, wollte das TAGEBLATT wissen. Eine Umfrage.

Von Wilfried Stief Donnerstag, 19.09.2019, 18:41 Uhr

Auf das Geschäft von Hendrik Kortekamp haben sich schon viele neugierige Blicke geheftet. Sein Milchkannen-Rondell ist erstmalig in Stade. Ein Spaß für die ganze Familie, sagt der Schausteller. Bälle müssen durch eine kleine Öffnung in die Kanne geworfen werden. Wer es schafft, hat freie Auswahl. Im letzten Jahr hat Kortekamp sich mit seinem Geschicklichkeitsspiel selbstständig gemacht. Da es in Norddeutschland bislang noch nicht anzutreffen ist, hofft er, damit noch mehr Spaß und Abwechslung auf den Jahrmarkt zu bringen.

{picture2}

Jolien Görling und Lara Greger haben sofort eine Antwort parat, warum der Stader Jahrmarkt ein Muss ist: Weil es hier frische Pizza gibt. Die ist nicht vorgebacken, sondern wird für jeden Kunden frisch in den Ofen geschoben. Nach drei Minuten geht der Appetithappen dann duftend über die Theke.

Robert Rasch hat in einer Gondel des Dancer Platz genommen. Das Fahrgeschäft ist seit Jahren der Dauerbrenner und sehr beliebt.

Robert Rasch ist mit dem Dancer angereist. Was dort geschieht, lässt sich schwierig beschreiben, aber ganz einfach ausdrücken: Die Gondeln drehen sich wild im Kreis. Wenn das Fahrgeschäft Fahrt aufnimmt, fliegen die Haare, kreischen die Teens und die Jungs versuchen, cool auszusehen. Rasch: „Der Dancer ist ein echter Dauerbrenner.“ Und für die ganze Familie geeignet, fügt der Schausteller hinzu.

{picture3}

Die ganze Familie haben auch die Mitarbeiter von Michael Tolisch im Blick. Pommes für die Kinder, Champignonpfanne für die Mutti und eine Wurst für Vattern – so könnte ein Menüplan aussehen. „Die Bratwurst vom Holzkohlegrill ist eine unserer Spezialitäten“, wirbt Tolisch für einen Besuch. Der Jahrmarkt ist schon seit jeher ein Treffpunkt für die Menschen der Stadt. Und dazu noch für jeden Geldbeutel geeignet. Denn Eintritt muss niemand bezahlen, der in die Atmosphäre eintauchen will. Dann heißt es: Alles geht, nichts muss. Und so wie der Jahrmarkt sich durch die Innenstadt zieht, ist gleich ein Stadtbummel inbegriffen. Wenn das nicht genug Gründe sind. Tolisch schiebt noch einen Grund hinterher: Das Feuerwerk am heutigen Freitag um 21.30 Uhr falle üppiger aus, weil bei den letzten Jahrmärkten keins abgebrannt wurde.

{picture1}

Die Besucher des Stader Jahrmarkts – und nur die – haben eine Vorliebe. Für Schokoküsse mit Mocca. Ansonsten lockt Claus Eschermann, der seine Süßigkeiten-Kutsche vor genau 40 Jahren im Schwarzwald für den Stader Markt bauen ließ, mit gebrannten Mandeln, die er immer frisch zubereitet.

50 Schausteller unterbreiten bis Montag dem Besucher ihr spezielles Angebot. Kleidung, Schmuck, Essen und Trinken und Karussells sind dabei. Die Auswahl ist groß und letztlich kann jeder Besucher für sich entscheiden, was er auf dem Jahrmarkt am schönsten findet. Und Bekannten und Freunden seine eigene Empfehlung abgeben.

Der Stader Jahrmarkt ist bis Montag von 11 Uhr bis 23 Uhr (Sonntag und Montag bis 22 Uhr) geöffnet. Am Montag gibt es den Familientag mit Rabattaktionen.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.