Wasserstoff-Lok fährt ab Dezember 2017 ab Buxtehude
Im Dezember 2017 wird der erste Wasserstoff-Regionalzug vom Typ Coradia iLINT in Niedersachsen fahren - ab Buxtehude.
Wirtschaftsminister Olaf Lies wird am Donnerstag bei der Innotrans in Berlin eine Absichtserklärung zum weiteren Einsatz von Brennstoffzellen-Fahrzeugen unterzeichnen.
Niedersachsen übernimmt eine Vorreiterrolle im Schienenverkehr und wird ab Ende 2017 die weltweit ersten mit Brennstoffzellen ausgerüsteten Züge fahren lassen. Die mit dieser innovativen, emissionsfreien Technik ausgerüsteten Züge sollen im Netz der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (evb) im regulären Fahrbetrieb eingesetzt werden. Die evb, deren Mehrheitseigner das Land Niedersachsen ist, bedient vor allem die Strecken Cuxhaven – Bremerhaven beziehungsweise Buxtehude – Bremerhaven. Zunächst ist an einen Probebetrieb mit zwei Fahrzeugen gedacht. Die neuartigen Fahrzeuge stammen aus dem Alstom-Werk im niedersächsischen Salzgitter. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies wird am kommenden Donnerstag den Alstom-Stand auf der Messe Innotrans in Berlin, der weltgrößten Messe für Bahntechnik, besuchen und sich persönlich ein Bild von dem dort ausgestellten Prototypen des neuen Zuges machen. Gemeinsam mit Alstom-Vorstand Andreas Knitter wird Lies in Berlin auch eine Absichtserklärung zum weiteren Einsatz von Brennstoffzellen-Fahrzeugen unterzeichnen.
„Diese Züge sind aus Niedersachsen und für Niedersachsen. Das ist großartig - aber natürlich werden Brennstoffzellen-Fahrzeuge auch außerhalb unseres Bundeslandes zu einem Verkaufsschlager", sagte der Minister am Dienstag. Denn einen vollständigen Ausbau der Elektrifizierung aller Bahnstrecken werde es realistischerweise nicht geben. Gerade auf Strecken, in den hauptsächlich der Nahverkehr unterwegs ist, sei die Lösung mit Brennstoffzellen das Richtige. Diese Züge stellten auf bisher nicht elektrifizierten Strecken eine emissionsfreie und nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Diesellok dar. Im evb-Netz finde Alstom als Hersteller optimale Bedingungen, um die Züge auf den Regelbetrieb vorzubereiten. "Über unsere Landesnahverkehrsgesellschaft bereiten wir ein Projekt für den Regelbetrieb mit 14 Fahrzeugen ab Ende 2020 vor", so der Minister. Niedersachsen fahre mit dieser Technik voran. Zwei Testzüge sollen ab 2017 fahren. Wie teuer der Triebwagen ist, ließ das Ministerium offen. Das sei noch nicht ausverhandelt. Pro Zug sei mit einem einstelligen Millionen-Betrag zu rechnen.