Weg frei für den Feuerwehr-Neubau in Horneburg
Platz für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses: Der Vorsitzende des Schützenvereins Horneburg, Carsten Dittmer, und der Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede (parteilos) präsentieren den Notar- und Kaufvertrag für die Flächen am Schüt
Gemeinsam haben Samtgemeinde und Schützenverein am Freitag verkündet, dass die Tinte unter dem Notarvertrag trocken ist. Damit stehe dem Bau des Feuerwehr-Gerätehauses nichts mehr entgegen, die Horneburger Festhalle wird im Mai abgerissen.
Damit ist der Verkauf des 5500-Quadratmeter-Grundstückes am Schützenweg endlich unter Dach und Fach. „Es ist ein Meilenstein“, betonte Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede am Freitagmorgen im Rathaus.
45 Minuten lang las die Notarin Inga-Marie Hoffmann den Vertrag vor und erläuterte den rechtlichen Inhalt. Dann setzen Samtgemeindebürgermeister Matthias Herwede sowie Carsten Dittmer und Jan Oellrich vom Schützenverein am Mittwoch ihre Unterschrift unter den Notar- und Kaufvertrag. Etwa 220 000 Euro zahlt die Samtgemeinde nach TAGEBLATT-Informationen für das 5500 Quadratmeter große Grundstück. Eine 1150 Quadratmeter große Teilfläche auf dem Platz vor der Festhalle westlich des Schießstands behält der Verein. Dort wird das große Festzelt beim Schützenfest stehen – gut sichtbar und einladend direkt an der Straße. Die Feuerwehr wird diesen Bereich in Absprache mit den Schützen weiterhin als Übungsplatz nutzen können, betonten beide Seiten.
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Der Vorsitzende des Schützenvereins Horneburg und Umgebung von 1856, Carsten Dittmer, und Herwede sprachen von einem „äußerst fairen Vertrag für beide Seiten“. Die Generalversammlung hatte dem Verkauf bereits vor Weihnachten mit großer Mehrheit zugestimmt. Der Samtgemeinderat hatte den Vertrag einstimmig abgesegnet. Zuvor hatte der Flecken bereits mit dem Aufstellungsbeschluss für die notwendige Änderung der Zweckbestimmung der Gemeindebedarfsfläche von „Festhalle“ in „Feuerwehr“ dem Gerätehausbau am Schützenweg planerisch den Weg geebnet. Der Auslegungsbeschluss und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange im Zuge der Änderung des B-Plans ist am Dienstag, 26. Februar, 18 Uhr, und am 5. März bereits Thema im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss.
Nach dem Satzungsbeschluss durch den Fleckenrat Horneburg (laut Terminplan am 18. Juni) kann der Bauantrag beim Landkreis Stade gestellt werden. Das Architekturbüro „Frenzel & Frenzel“ arbeitete bereits an den Unterlagen für den Bauantrag, auch die Ausschreibung werde frühzeitig vorbereitet, um Zeitverzögerungen zu vermeiden. Herwede will noch Ende 2019 mit dem Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses mit sieben Einstellplätzen beginnen. Kosten: etwas mehr als drei Millionen Euro.
Die Schützen werden die Halle im Mai selbst abreißen, das sei günstiger. Der Pachtvertrag für die Halle werde trotz des Abrisses weiterlaufen, die Kommune wird ihre finanziellen Verpflichtungen aus dem bis 2021 laufenden Pachtvertrag erfüllen. Mit den Einnahmen soll der Abriss (teilweise) finanziert werden.
In „enger Abstimmung“ mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Stade werden jetzt präventiv Fledermauskästen als Ausweichquartier aufgehängt so Herwede. Die ÖkologischFledermauskundliche Arbeitsgemeinschaft (ÖFLAG) aus Buxtehude wird die Horneburger unterstützen. Wie mehrfach berichtet, ist das alte Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Horneburg an der Bleiche baufällig und zu klein und entspricht nicht mehr den Vorgaben der Feuerwehrunfallkasse.