Wegen Haralds Tod: Høiby stimmt Verlängerung der U-Haft zu
Eine Freilassung von Marius Borg Høiby, dem Sohn der norwegischen Königin Mette-Marit, ist erst einmal vom Tisch. (Archivbild) Foto: Lise Aserud/NTB/dpa
Am Montag läuft die U-Haft des Sohns von Königin Mette-Marit aus. Schon im Vorfeld tut Marius Borg Høiby laut Medien kund, dass er einer Verlängerung zustimmt. Der Grund: der Tod von König Harald.
Oslo. Der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, hat einer Verlängerung seiner Untersuchungshaft seinem Verteidiger zufolge vorab zugestimmt. „Das ist auf den Tod des Königs und die damit verbundenen Umstände zurückzuführen“, sagte Rechtsanwalt Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB. Der norwegische König Harald V. war am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben - er war Høibys Zieh-Opa.
Der 29 Jahre alte Høiby war im Juni unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Bereits seit Februar sitzt er in Untersuchungshaft, die regelmäßig verlängert werden muss. Am Montag läuft sie erneut aus.
Momentan darf er die U-Haft mit einer elektronischen Fußfessel auf Gut Skaugum, der Residenz des norwegischen Königspaares, verbringen. Er will das Urteil anfechten, ein Berufungsprozess könnte im kommenden Jahr starten. Die Polizei sieht eine Wiederholungsgefahr und will ihn deshalb in Untersuchungshaft behalten.
Vergangene Woche hatte Høiby Ausgang bekommen, um sich im Krankenhaus von König Harald V. zu verabschieden. Auch an einer Sarg-Prozession in dieser Woche durfte er teilnehmen. Bei dem Begräbnis des Monarchen am kommenden Mittwoch wird er ebenfalls dabei sein.