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Wie die Gruppe „Impuls“ Kirche in Horneburg erlebbar macht

Im Hochsommer planen sie schon den Reformationstag und die Weihnachtslesung: Die Gruppe „Impuls“ – das sind Dorothee Kröger, Christoph Caesar, Hilke und Markus Harms, Karin und Johannes Kühn, Jörg Weissenborn, Raimund Franken und Pastorin Aggie-Eleanor Rilinger (von links) vor der Liebfrauenkirche in Horneburg. Foto Lohmann

Im Hochsommer planen sie schon den Reformationstag und die Weihnachtslesung: Die Gruppe „Impuls“ – das sind Dorothee Kröger, Christoph Caesar, Hilke und Markus Harms, Karin und Johannes Kühn, Jörg Weissenborn, Raimund Franken und Pastorin Aggie-Eleanor Rilinger (von links) vor der Liebfrauenkirche in Horneburg. Foto Lohmann

Mitten im Sommer trifft sich die Gruppe „Impuls“ der Kirchengemeinde Horneburg, um den Reformationstag im Oktober und die Weihnachtslesung am 4. Advent vorzubereiten. Sie will Kirche anders erlebbar machen – und hat mit ihrem Konzept Erfolg.

Von Sabine Lohmann Montag, 11.07.2016, 19:15 Uhr

„Impuls“ – das sind Kirchenvorsteherin Karin und Johannes Kühn, Hilke und Markus Harms, Raimund Franken, der als Ratsherr die Verbindung zur Politik hält, die Kirchenvorsteher Dorothee Kröger und Jörg Weissenborn und Küster Christoph Caesar. Von Anfang an mit dabei war auch Michael Koss aus Horneburg, neu in der Runde ist Pastorin Aggie-Eleanor Rilinger.

Seit neun Jahren gibt es die eigenständige Gruppe innerhalb der Kirchengemeinde. Im Januar 2007 waren sie erstmals zusammen gekommen, besorgt über die geringe Zahl der Kirchenbesucher. „Wir wollten etwas unternehmen, um die Hemmschwelle niedriger zu legen“, erzählt Karin Kühn. Neue Impulse würden gebraucht, um Menschen, die nicht kirchlich vorgeprägt sind, zu erreichen, meinten sie. Ihre Erkenntnis: Viele Menschen kämen selten in der Kirche, und wenn, dann fühlten sie sich fremd „wie im zweiten Teil eines Filmes, dessen ersten Teil sie nicht kennen“. Das wollten sie ändern.

Ihre erste Veranstaltung war ein Glaubensseminar im Juni. Davon ausgehend, dass sich jeder Mensch die Sinnfrage stellt, konzipierten sie die Vortragsreihe „Entdeckungsabende: Worauf Sie sich verlassen können…“. Überraschend viele Menschen folgten der Einladung, so viele, dass sie aus dem Gemeindehaus in die Kirche ausweichen mussten. Selbst Menschen, die nicht in der Kirche waren, seien aus Neugierde gekommen, andere waren seit 20 Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen.

Der Erfolg war Ansporn genug. Seitdem setzt sich das Planungsgremium vier bis fünfmal im Jahr zusammen, um Ideen zu diskutieren, Visionen zu spinnen und konkrete Veranstaltungen zu planen und umzusetzen. Sie seien eine eingespielte Gruppe, erzählen sie. Das Ergebnis: zahlreiche erfolgreiche Konzerte (viele mit Jocelyne Fillion-Kelch), Lesungen, Vorträge, Glaubenkurse, Brunch-Gottesdienste, Pilgertouren, eine Wanderung durch die Patronatsgeschichte und eine Barkassen-Tour. Auch ein Seniorentreffen hat die „Impuls“-Gruppe angeschoben. Aus einem Seniorennachmittag wurde ein Geburtstagskreis der Kirchengemeinde, zu dem jetzt viermal im Jahr alle Über-75-Jährigen eingeladen werden.

Was als Impuls gedacht war, wurde schnell Tradition. Die Weihnachtslesung am 4. Advent zum Beispiel, unter anderem mit den Schauspielern Ulrich Pleitgen, Christian Quadflieg und Manfred Krug. Hilfe erhielt die Gruppe dabei von der Horneburgerin Stefanie Lemmermann mit der Eventagentur „smart and more“, die ihnen die Künstler vermittelte. „Die Künstler kommen gern, sie fühlen sich hier wohl“, sagt Dorothee Kröger und zeigt einen persönlichen Brief von Manfred Krug, in dem er sich herzlich für „lhre wunderbare, ausverkaufte Zuckerkirche samt Publikum und für die klare Organisation nebst feinster, mütterlicher Umsorgung“ bedankt. Für die nächste Weihnachtslesung ist bereits Schauspieler Christian Kohlund eingeplant.

Mit dem Gertrudentag 2013 hatten die Kirchengruppe und die politische Gemeinde samt Mehrgenerationenhaus eine erste gemeinsame Veranstaltung realisiert. Anknüpfend an diesen großen Erfolg wird nun für Sonntag, 30. Oktober, ein zweites gemeinsames Event geplant: „499 Jahre Reformation“. Damit will die Gruppe auf den 500. Jahrestag der Reformation 2017 aufmerksam machen. Soviel steht fest: Es wird einen Gottesdienst geben, gestaltet vom Schauspieler-Ehepaar Ruth Meyer und Rainer Piwek. Die Planung hat begonnen.

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