AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Niederlande

Weitere Partei lehnt Koalition mit Geert Wilders vorerst ab

„Alles geht“, sagt der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders.

„Alles geht“, sagt der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders. Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

Nach seinem Wahlsieg ist der Rechtspopulist auf der Suche nach einer mehrheitsfähigen Koalition. Doch die Zweifel bei anderen Parteien sind groß.

Von dpa 29.11.2023, 13:10 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Den Haag. Eine Woche nach seinem klaren Wahlsieg muss der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders einen weiteren Rückschlag bei dem Versuch einer Regierungsbildung einstecken. Auch die neue Zentrums-Partei Neuer Sozialvertrag NSC lehnt zurzeit eine Koalition mit dem Rechtsaußen ab. „Ich will zurzeit keine Verhandlungen eröffnen“, sagte der NSC-Vorsitzende, Pieter Omtzigt, in Den Haag. Als Grund nannte er rechtsstaatliche Bedenken.

Zuvor hatte bereits die rechtsliberale VVD des scheidenden Premiers Mark Rutte eine Koalition mit der extrem-rechten Partei für die Freiheit (PVV) von Wilders abgelehnt. Wilders braucht beide Parteien für eine stabile Mehrheit. Am Mittwoch hatte die erste Phase der Regierungsbildung begonnen. Wilders‘ PVV hatte 37 der 150 Parlamentssitze gewonnen.

Die Rutte-Partei VVD lehnt vorerst wegen ihrer Verluste bei der Wahl eine Regierungsteilnahme ab, würde aber eine Minderheitsregierung unterstützen. NSC hält vor allem Forderungen der PVV nach einem Verbot des Korans und der Schließung von Moscheen für verfassungsfeindlich.

Wilders hat eine Minderheitsregierung nicht ausgeschossen. „Alles geht“, sagte der Politiker in Den Haag. „Ich bevorzuge aber eine Mehrheitsregierung.“ Am Mittwochmorgen war die erste Phase der Regierungsbildung gestartet. Ein Gesprächsleiter soll bei den Fraktionen ausloten, welche Koalition eine Chance hat und in der kommenden Woche seinen Bericht vorlegen. Wilders will auch noch mit der Protestpartei Bauer Bürger Bewegung BBB verhandeln.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Hape Kerkeling: „Bleiben Sie mutig“

Der Komiker setzt sich unerbittlich für die freiheitliche Demokratie in Deutschland ein. Er sagt: Es braucht Mut, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Hausgeburt mit Feuerwehr

Die Besatzung eines Rettungswagens wird in eine Hamburger Wohnung gerufen. Doch statt eines Krankheitsfalls erwartet sie eine Hausgeburt.

Prinz Harry will Zwist mit Vater und Bruder lösen

Der Zoff im Hause Windsor könne viele Menschen an ihre eigenen Verhältnisse erinnern, glaubt Harry. Der Herzog von Sussex sieht sich in einer Art Vorbildrolle für eine Lösung des familiären Konflikts.

Hacker greifen E-Mail-Konten der AfD an

Die AfD ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Im Netz brüsten sich Unbekannte, rund 421.000 AfD-E-Mails veröffentlicht zu haben. Ob die Dateien echt sind, ist allerdings noch unklar.