Neue Schützenhalle: Apensen kann wieder richtig feiern
Der Apenser Schützenpräsident Rolf Bürger hat allen Grund zur Freude: Die rundum modernisierte Schützenhalle ist zu einem hellen und freundlichen Veranstaltungsort für die Dorfgemeinschaft geworden. Fotos: Michaelis
Nach einem Jahr des unermüdlichen Werkelns können Apensens Schützen stolz auf ein gelungenes Gemeinschaftswerk mit der Gemeinde blicken: Die Schützenhalle ist zu einer modernen Veranstaltungshalle geworden.
Der erweiterte Luftgewehrstand ist mit elektronischen Schießscheiben technisch top – und dank der großen Eigenleistung der Vereinsmitglieder sind auch die Kosten im Rahmen geblieben. Die offizielle Einweihung soll es erst im Frühjahr geben, wenn auch die jetzt noch anstehenden Restarbeiten abgeschlossen sind, kündigt Apensens Schützenpräsident Rolf Bürger an. Grund zur Freude hat der Vereinsvorsitzende allerdings jetzt schon: Ziemlich genau ein Jahr nach dem Beginn der Arbeiten ist die rundum sanierte und modernisierte Schützenhalle fertig. Im Schießstand läuft bereits der Wettkampfbetrieb auf Hochtouren, und auch die ersten Vereine, Landfrauen und Sozialverband, haben bereits in der neuen Halle getagt, berichtet Bürger.
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Mit der rundum modernisierten Halle hat Apensen nun wieder einen Ort für größere Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, den es nach dem Abriss des „Delmer Hofes“ nicht mehr gegeben hatte. 199 Leute passen in die Halle, die nun allen Anforderungen an eine moderne Versammlungsstätte entspricht. Hell und freundlich hebt die neue Decke mit dimmbaren LED-Leuchten den Raum, der neue Fußboden in Plankenoptik, frisch gemalte Wände, neues Mobiliar und leicht transportierbare Stühle, neue Fenster und Sicherheitstüren, die sich im Notfall bei Berührung sofort öffnen, lassen keine Wünsche offen.
Und das Beste: Das gesamte Projekt ist im veranschlagten Kostenrahmen geblieben, freut sich Bürger – eine Leistung, die angesichts der allgemein galoppierenden Kosten im Baugewerbe kaum noch jemand schafft. „Wir sind tatsächlich im Rahmen geblieben, das hätte kein Fachmann für möglich gehalten“, stellt Bürger erfreut fest. Möglich geworden sei das nur durch die erhebliche Eigenleistung, die der Verein in die Sanierung eingebracht und damit die Kosten niedrig gehalten hat, resümiert Bürger.
Die 292 000 Euro, die die Gemeinde für die Renovierung des öffentlichen Teils der Halle bereit gestellt hatte, sind auch nur für diesen Bereich eingesetzt worden, betont Bürger. Parallel dazu hat der Verein seinen Luftgewehrstand erweitert, auch das mit erheblicher Eigenleistung der Vereinsmitglieder.
Mehr als 80 Vereinsmitglieder haben sich in all der Zeit eingebracht, zeitweise hätten sonnabends bis zu 40 Mann stramm durchgearbeitet, freut sich Bürger. „Es ist unvorstellbar, wie das geklappt hat.“ Die Zusammenarbeit mit den Handwerkern, mit der Architektin, mit der Gemeinde, alles sei super gelaufen, alle hätten toll mitgemacht, lobt der Schützenpräsident.
Pünktlich zum Schützenfest im Juni konnte der TÜV die Anlage freigeben und die Schützen konnten ihr erstes Fest im rundum modernisierten Domizil feiern. Jetzt fehlen nur noch die Decke im Tresenvorraum und einige Elektroarbeiten, die Fußleisten, ein paar Malerarbeiten sind noch zu erledigen, und draußen muss noch ein wenig gepflastert werden, weiß Bürger. „Rund 50 Aktivitäten sind noch abzuarbeiten.“
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Voraussichtlich im Frühjahr soll die neue Schützenhalle dann eingeweiht werden, wohl mit einem Tag der offenen Tür, an dem die Bürger kommen und das Gemeinschaftswerk von Gemeinde und Schützen in Augenschein nehmen können.
Doch auch wenn die Kosten im Rahmen geblieben sind: Über Spenden freut sich der Verein weiterhin, auch ein paar Bausteine sind noch zu verkaufen, wirbt Bürger, denn: Jeder Cent, der gespendet wird, hilft, dass der Verein den Kreditrahmen von 20 000 Euro nicht voll ausschöpfen muss, für den ja entsprechend Zinsen zu zahlen sind.
Und das Allerschönste aus Sicht der Schützen: Völlig unerwartet hat sich der Verein bereits im Zuge des Umbaus einen Traum erfüllen können, den er sich eigentlich erst als nächstes Projekt vornehmen wollte: Der jetzt um fünf Meter verlängerte, renovierte Luftgewehrstand, der nun auch ausreichend Raum für das Liegendschießen bietet und den Sportschützen die Königsdisziplin, den Dreistellungskampf, bietet, ist im Oktober nun auch noch mit elektronischen Scheiben ausgerüstet worden.
Finanziert haben das ausschließlich Sponsoren aus der Region, die die 30 000 Euro für die topmoderne Ausstattung der zehn Luftgewehrstände gespendet haben, freut sich Bürger. Auf den Monitoren neben dem Schützen wird nun sofort elektronisch angezeigt, was der Schütze geschossen hat, die alten Pappscheiben sind passé. Befreundete Vereine haben den neuen Luftgewehrstand bereits erprobt, und auch sie seien begeistert, auch über die gute Akustik, die das Schießen fast geräuschlos werden lässt.
Damit sind die Apenser Schützen nun auch technisch auf dem Stand der Dinge, was vor allem für die Nachwuchsarbeit und die Sportsparte des Vereins wichtig ist, weiß Bürger. Nun halten räumliche Gegebenheiten und Technik mit den sportlichen Leistungen der Apenser Schützen, die aufgrund ihrer jahrelangen erfolgreichen Jugendarbeit als „Talentnest Gewehr“ ausgezeichnet worden sind und deren Junioren beiden Meisterschaften oft Erfolge einfahren, endlich wieder Schritt. Schließlich zählt der Apenser Verein mit seinen 420 Mitgliedern vom Grundschüler bis zum 80-jährigen ältesten aktiven Schützen zu den führenden Schützenvereinen im Landkreis Stade.