21.07.2019, 18:03
E-Scooter-Fahrerin bei Unfall am Hauptbahnhof verletzt

HAMBURG. Eine E-Scooter-Fahrerin ist am Sonntagmittag in der Hamburger Innenstadt nahe dem Hauptbahnhof an einer Kreuzung mit einem Auto zusammengestoßen und verletzt worden.

 Erste Erkenntnisse legen laut einem Sprecher der Polizei nahe, dass die 41-Jährige möglicherweise bei Rot über die Straße gefahren ist. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten aber noch an. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Verkehr wurde zum Teil umgeleitet.

Erst am Freitag hatte die Polizei bei einer gezielten Kontrolle in der Hamburger Innenstadt festgestellt, dass sich viele E-Tretroller-Fahrer nicht an die geltenden Verkehrsregeln halten. Die Beamten stellten 18 Verstöße fest, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte. Dabei seien die Fahrer vor allem auf dem Gehweg gefahren (14 Verstöße) und ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs gewesen (2 Verstöße). In einem Fall standen zwei Personen gemeinsam auf einem Tretroller. Ein weiterer Fahrer befuhr die falsche Radwegseite. Wie viele E-Tretroller-Benutzer bei der Aktion der Fahrradstaffel überprüft wurden, gab die Polizei nicht bekannt. Auch 18 Verstöße von Radfahrern wurden geahndet.

Die E-Tretroller sind seit Mitte Juni zugelassen. Wer sie benutzen will, muss Radwege nutzen oder Straßen, wenn es keine Radwege gibt. Die Fahrer werden bei Verstößen im Straßenverkehr laut der Polizei wie Autofahrer und nicht etwa wie Fahrradfahrer behandelt. Das betreffe zum Beispiel auch die Promillegrenzen. Die Polizei will in Hamburg auch weiterhin Kontrollen durchführen, um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren.

Bei einem Unfall mit einem besonders schnellen E-Bike ist ein 54-Jähriger in Hamburg am Samstag tödlich verunglückt. Er war nach Angaben der Polizei mit dem S-Pedelec auf dem Tinsdaler Kirchenweg unterwegs, als er stürzte. Rettungskräfte reanimierten ihn. Er starb aber wenig später in einer Klinik. Wie es zu dem Unfall kam, war zunächst unklar. Die Polizei fand Rattenfallen am Straßenrand. Ob diese den Sturz ausgelöst haben, sei Bestandteil der Ermittlungen, hieß es.

Bei S-Pedelecs steht das S für Speed, also Schnelligkeit. Während die Tretunterstützung bei gängigen Elektrofahrrädern bei 25 Stundenkilometern aufhört, funktioniert sie bei S-Pedelecs bis zu 45 Stundenkilometern. Schon tagsüber ist bei einem solchen E-Bike Licht Pflicht. S-Pedelecs gelten verkehrsrechtlich nicht mehr als Fahrrad, sondern als Kleinkraftrad.

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