05.12.2018, 19:00
Flammen schlagen aus Altbau am Buxtehuder Westfleth
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BUXTEHUDE. Gegen 11.30 Uhr ist am Mittwoch die Buxtehuder Feuerwehr alarmiert worden: In der Innenstadt am Westfleth 47 brannte es im Hinterhaus des Gebäudes, in dem das Enthaarungsstudio „Waxbird“ untergebracht ist.

(Letztes Update am 5. Dezember um 19.45 Uhr: Informationen der Polizei u. a. zum Alter der Verletzten und zum Ermittlungsstand sowie Bilder hinzugefügt.)

Die Rauchsäule war vom Fleth aus bereits über den Giebeln sichtbar, als die Feuerwehr eintraf. Offenbar lag der Brandherd in einem Souterrainraum. Der vor allem aus Holz bestehende Altbau im Inneren des Gebäudes stand in hellen Flammen. Eine 29-jährige Frau, die sich im Gebäude aufhielt, erlitt offenbar eine schwere Rauchverletzung und wurde nach der Erstversorgung durch das Rote Kreuz mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht.

Der Hubschrauber konnte nicht in der engen Altstadt landen, sondern musste auf den Deich an der Estebrügger Straße ausweichen. 

An der Brandstelle waren Zug I und Zug II der Buxtehuder Feuerwehr im Einsatz und zapften auch aus einem Hydranten am Ostfleth Löschwasser. Die Feuerwehr hatte noch bis spät in den Nachmittag mit dem Brand in der Altstadt zu tun: Wie Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Horst Meyer berichtet, hatte das Feuer in dem vor allem aus Holz bestehenden Altbau rasch um sich gegriffen, immer wieder musste nachgelöscht werden.

Die Rauchsäule war von weitem zu sehen.

Mit Äxten schlugen die Feuerwehrmänner die Fenster des Souterrainraums ein, um die Flammen zu bekämpfen. Die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf die benachbarten Gebäude, das Café „Süße Sünde“ und ein Wohnhaus, konnte von der Feuerwehr schnell gebannt werden. Dennoch konnten die Löschzüge erst gegen 15 Uhr abrücken, da sie immer wieder mit Glutnestern zu kämpfen hatten. Zwischenzeitlich musste eine Nachhut anrücken, um den Kollegen frische Atemschutzgeräte zu bringen.

Mieter aus dem Obergeschoss des betroffenen Gebäudes mussten ihre Wohnung verlassen und durften diese aus Sicherheitsgründen erst am Donnerstagmorgen wieder betreten. Sie waren erst kürzlich eingezogen. Ein Nachbar aus dem Nebengebäude evakuierte seine fünf Katzen aus der Wohnung und brachte sie in seinen nahen Schrebergarten.

Das benachbarte Café „Süße Sünde“ hat für die Feuerwehrleute Erfrischungen bereit gestellt.

Das Café „Süße Sünde“ improvisierte für die Feuerwehrleute einen Versorgungstisch, an dem sie sich mit Kaffee und Mineralwasser versorgen. Wer gerade nicht aktiv im Einsatz war, hatte auch die Möglichkeit, sich im Café ausruhen. Die „Süße Sünde“ selbst wurde im Zuge der Löscharbeiten für den Rest des Mittwochs geschlossen.

Tatortermittler der Polizei Stade und Beamte des Polizeikommissariats Buxtehude nahmen noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache auf. Genaue Ergebnisse sind aber erst nach den Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade in den nächsten Tagen zu erwarten. Der Sachschaden wird auf 150.000 Euro geschätzt.

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