24.03.2020, 19:18
Polizei Hamburg ist personell gut auf Krisenzeit eingestellt

HAMBURG. Die Hamburger Polizei ist vom Personal her gut für die Corona-Krise gerüstet. „Wir haben teilweise mehr Polizeibeamte auf der Straße als sonst“, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur.


So würden beispielsweise die Kollegen der Bereitschaftspolizei, die sonst Fußballspiele und Demon-strationen mit viel Personal begleitet, zusätzlich im regulären Dienst eingesetzt. Zudem würden derzeit nur die wirklich wichtigen Arbeiten übernommen. Auch das schaffe freie Kapazitäten. Zwar gebe es auch bei der Polizei Fälle mit Corona-Bezug, und „wir haben einige wenige Fälle mit Erkrankten“, sagte der Sprecher weiter. Die Einsatzfähigkeit der Polizei in Hamburg sei aber sichergestellt. Konkrete Zahlen nannte er nicht. „Alle Dienststellen sind natürlich besetzt. Wir sind da, wo wir sonst auch wären.“ Gleichzeitig appellierte er an die Hamburger, auf den Gang zur Wache zu verzichten und stattdessen anzurufen oder die Online-Wache zu nutzen.

Auch Streifendienst und Verkehrsüberwachung finden nach wie vor statt. „Das hat was mit Recht und Ordnung zu tun“, so der Sprecher. Auf das regelmäßige Einsatztraining, „wo die Menschen im Schwitzkasten auf der Matte liegen“, werde dagegen im Moment verzichtet. „Wir halten uns natürlich auch an die derzeit üblichen Hygieneregeln.“

Die Polizei als Informationsbüro

Bei der Hamburger Polizei gehen derzeit erwartungsgemäß mehr Anrufe rund um das Thema Coronavirus ein. „Viele fragen: „Was muss ich jetzt machen, wenn ich Corona haben könnte?“ Die Polizei wird einfach gern als Informationsbüro genutzt, weil die Anrufer bei der zuständigen Behörde die Informationen nicht bekommen“, berichtete der Sprecher.

Zudem gehe es um Hinweise, wenn beispielsweise ein Laden trotz der Allgemeinverfügung der Stadt noch geöffnet ist oder Kinder auf Spielplätzen gesichtet werden. „Das ist nicht viel, es ist nicht die überwiegende Anzahl. Es ist nicht so, dass man sagen würde, die Leute rufen bei der Polizei an, um zu petzen. Aber es ist eben darunter“, sagte der Sprecher.

Dass wegen Verstößen gegen die Allgemeinverordnung bereits Strafanzeigen gestellt wurden, konnte der Sprecher bestätigen. Eine konkrete Zahl wollte und konnte er dagegen nicht nennen. Gleichzeitig hätten die Beamten festgestellt, dass sich die Vielzahl der Hamburger an die neuen Regeln zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus halte. „Um 22 Uhr ist wirklich nichts mehr los.“

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