Sonntag, 21.02.2021, 14:00 Uhr

Feuerwehr rettet Wohnhaus in Mulsum

Blick auf die Einsatzstelle in Mulsum: Das Feuer zog in den Dachstuhl hoch. Foto: Beneke

MULSUM. Bei dem Brand eines Wohnhauses in der Ortschaft Mulsum (Gemeinde Kutenholz) sind am Sonntagmittag vier Menschen verletzt worden. Ein Großaufgebot der Feuerwehr konnte das Gebäude retten, zwei Wohnungen sind allerdings vorerst nicht mehr bewohnbar.

Eine schwarze Rauchwolke war am Sonntag gegen 12.25 Uhr in Mulsum zu sehen. Ortsbrandmeister Heiner Heitmann dachte zunächst an das illegale Verbrennen von Abfällen. Dann löste sein Melder aus. Im Garten eines Mehrparteien-Wohnhauses in zweiter Reihe an der Alten Schmiedestraße waren aus bislang ungeklärter Ursache mehrere Möbelstücke in Brand geraten. Das Feuer fraß sich in Windeseile über die Markise in den Dachstuhl.

Ein Nachbar, der sich ebenfalls über die Rauchentwicklung gewundert hat, sah nach – und setzte einen Notruf ab. Die Feuerwehren aus Mulsum, Kutenholz und Essel sowie die Drehleiter vom Zug I der Stader Feuerwehr rückten aus. Zugleich machten sich die Notfallsanitäter des haupt- und ehrenamtlichen Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes mit mehreren Rettungswagen und eine Notärztin des Stader Elbe Klinikums auf den Weg. Eine vierköpfige Familie wurde wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt. Ein Mann hatte noch versucht, die brennenden Möbelstücke vom Haus wegzuziehen. Auch ein Kind kam zur weiteren Behandlung ins Stader Elbe Klinikum.

Zwei von drei Wohnungen nicht bewohnbar

Die rund 70 Freiwilligen hatten den Brand schnell unter Kontrolle. Durch ihr rasches Eingreifen konnten die Einsatzkräfte verhindern, dass das Gebäude komplett in Flammen aufging. Sie nahmen Teile des Daches auf, um die letzten Glutnester ablöschen zu können. Mit einer Wärmebildkamera inspizierten sie das Haus. Zwei von drei Wohnungen sind bis auf Weiteres wegen der Brandgase nicht bewohnbar und werden wohl professionell gereinigt und saniert werden müssen. Einsatzleiter Heiner Heitmann bezifferte den Sachschaden auf mindestens 50 000 Euro.

Beamte des Einsatz- und Streifendienstes und der Tatortgruppe der Stader Polizei haben mit den Recherchen zur Brandursache begonnen. Zeugen können sich unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 melden.

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