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Sanierung

TNach Brand: So lange bleibt der Asseler Supermarkt noch geschlossen

Im „Kehdinger Lebensmittelmarkt“ in Assel haben jetzt Sanierungsexperten mit der Beseitigung der Brandschäden begonnen. . Foto: Knappe

Im „Kehdinger Lebensmittelmarkt“ in Assel haben jetzt Sanierungsexperten mit der Beseitigung der Brandschäden begonnen. . Foto: Knappe

Nach dem Brand im August hat die aufwendige Reinigung im Kehdinger Markt begonnen. Der Zeitplan zur Wiedereröffnung steht, wird aber knapp.

Von Katja Knappe Mittwoch, 28.09.2022, 17:45 Uhr

Der Brand im August, der durch die Rauchgase den gesamten Laden kontaminierte, war ein herber Rückschlag für den Dornbuscher. Und für die Asseler Bürger, denn Isaevs Markt ist der einzige im Ort. Er habe sehr viel Anteilnahme und auch Unterstützungsangebote aus Assel bekommen, sagt Isaev. Er hatte den ehemaligen Edeka-Markt erst im Vorjahr übernommen, komplett umgebaut, modernisiert und kurz vor Weihnachten 2021 eröffnet.

Brand im Kehdinger Markt: Trotz kleiner Brandfläche muss alles raus

Obwohl der Brand im August nur kleinflächig war und sich auf den Bereich der Kühlgeräte beschränkte, hatten schwarze Rauchgase das gesamte Gebäudeinnere kontaminiert. Alle Waren wurden entsorgt. Die integrierte Bäckerei und die DHL-Annahmestelle sind seit dem 16. August geschlossen.

„Die neuen Kühlgeräte haben anfangs sehr viel Energie gezogen, da hat die Kabeltrommel nicht mehr mitgespielt, dadurch entstand der Brand“, weiß Isaev inzwischen. Nach den bisherigen Gesprächen werde die Versicherung die entstandenen Schäden übernehmen. Vorerst gehe er aber in Vorleistung, damit der Markt so schnell als möglich wieder eröffnen könne. Auch die Mitarbeiter würden weiter bezahlt.

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Verkohlte Kühltruhen im hinteren Marktbereich. Schwarzer Ruß hat sich überall im Gebäude ausgebreitet und alles kontaminiert. Foto: Knappe

Verkohlte Kühltruhen im hinteren Marktbereich. Schwarzer Ruß hat sich überall im Gebäude ausgebreitet und alles kontaminiert. Foto: Knappe

Diese Woche hat eine Sanierungsfirma mit Reinigungs- und Abrissarbeiten begonnen. Böden, Gipskartonwände, Deckenverkleidungen – alles, was erst im Vorjahr neu entstanden war, muss weg und erneuert werden. Dazu zählt auch nahezu das gesamte Inventar: „Der Qualm hat sich in den Lack eingefressen, eine Reinigung ist da laut Gutachter in den meisten Fälle teurer als eine Wiederbeschaffung“, erläutert Denislav Isaev. Er hoffe, dass die Reinigungs-, Abriss- und Umbauarbeiten bis Mitte November abgeschlossen seien.

Marktbetreiber Denislav Isaev rechnet mit Lieferverzögerungen

Dann könne mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Er weiß, dass sein Zeitplan sehr knapp ist. „Die Sanierungsarbeiten haben schon mit etwas Verspätung begonnen.“ Zusätzlich sei mit Verzögerungen bei Material- und Warenbestellungen zu rechnen.

„Wir versuchen, es bis Weihnachten zu schaffen, aber ich kann das wirklich nicht garantieren. Es kann auch sein, dass wir erst Anfang nächsten Jahren eröffnen können“, sagt Denislav Isaev. Die Asseler werden wohl mit ihm hoffen.

Marktbetreiber Denislav Isaev und Marktleiterin Ramona Günther. Archivfoto: Knappe

Marktbetreiber Denislav Isaev und Marktleiterin Ramona Günther. Archivfoto: Knappe

Umfrage: 60 Prozent der Verbraucher schränken sich beim Einkauf ein

Angesichts der steigenden Energiepreise und der hohen Inflation schränken sich bereits 60 Prozent der Verbraucher beim Einkaufen ein. Das ergab eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Für die kommenden Monate richten sich demnach sogar 76 Prozent der Befragten darauf ein, sparsamer einzukaufen. Im Einzelhandel trifft es laut der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage besonders den Bereich Mode und Bekleidung. Hier planen knapp drei Viertel der Befragten mit Einsparungen, im Bereich Wohnen und Einrichten sind es demnach mehr als 60 Prozent.

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