Polizei erwägt Einsatz von Tasern
Streifenpolizisten mit Elektroschockern – das könnte vielleicht in Zukunft zu einem alltäglichen Bild auf Hamburgs Straßen werden. Wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur erklärte, werde überlegt, auch Beamte des täglichen Dienstes mit sogenannten Tasern auszustatten. Bislang tragen in Hamburg demnach nur Spezialeinheiten Elektroschocker bei sich. Eine Ausweitung werde aktuell noch geprüft.
Streifenpolizisten mit Elektroschockern – das könnte vielleicht in Zukunft zu einem alltäglichen Bild auf Hamburgs Straßen werden. Wie eine Sprecherin der Polizei der Deutschen Presse-Agentur erklärte, werde überlegt, auch Beamte des täglichen Dienstes mit sogenannten Tasern auszustatten. Bislang tragen in Hamburg demnach nur Spezialeinheiten Elektroschocker bei sich. Eine Ausweitung werde aktuell noch geprüft.
Bei einem Taser-Einsatz schießt der Polizist aus einer Distanz von drei bis fünf Metern mit Draht verbundene Pfeile ab. Ein Leuchtpunkt auf dem Körper der Zielperson zeigt die Trefferstelle an. Der Pfeil dringt einen Zentimeter tief in die Haut ein. Über den Draht wird ein schwacher Stromimpuls von 1,3 bis 2,9 Milliampere mit der hohen Spannung von 50 000 Volt abgegeben. Der Strom wirkt sich unmittelbar auf Nerven und Muskeln aus, was für mehrere Sekunden eine völlige Handlungsunfähigkeit bewirke.
Seit der Einführung von Tasern 2005 habe die Hamburger Polizei positive Erfahrungen mit den Geräten gemacht. So seien die Verletzungen durch Elektroschocker deutlich geringer als Verletzungen durch Schusswaffen. Bislang tragen Polizisten und Polizistinnen nur in Berlin, Rheinland-Pfalz und Hessen standardmäßig Taser.