Aktionen zum Tag des offenen Denkmals
In ihrer Zusammenarbeit entstand die Ausstellung: Monika Roesberg (links) und Karola von der Osten-Sacken. Foto Wilkening
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, bietet das Harsefelder Stadtmarketing zwei Führungen an. Die Führungen dauern jeweils eineinhalb Stunden. Treffpunkt ist der rote Pfahl neben der St. Marien- und Bartholomäikirche am Denkmalsweg.
Parkplätze stehen an der Kirchenstraße zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Außerdem ist das Museum für Heimatgeschichte von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Museum: Im Erdgeschoss befindet sich eine Ausstellung, die Harsefelds Entwicklung von der Gründung der Burg in 969 nach Christi bis zum Ende der Klosterzeit in 1648 mit vielen spannenden Exponaten anschaulich beschreibt. So sind unter anderem Schwerter, Dolche und Grablegen der Grafen sowie von Christa Donatius gemalte Bilder, wie die Burg und Harsefeld einst ausgesehen haben könnten. Fundstücke aus Glas, Keramik und gebrannten Ziegeln der beiden großen archäologischen Ausgrabungen des Klosters sind ebenso zu finden wie ein Modell des Klosters und die Lebensweise der Benediktinermönche. Die zweite Dauerausstellung im Obergeschoss befasst sich mit archäologischen Grabungsfunden zum Thema „5000 Jahre Leben an der Aue“. Vom bearbeiteten Feuerstein als Pfeilspitze, selbst hergestellten Tongefäßen und Eisennadeln bis hin zu den unterschiedlichsten Begräbnisformen gibt diese Ausstellung einen guten Überblick über die vergangenen Jahrtausende. Die aktuelle Sonder-Ausstellung hat das Thema „Kleider machen Leute – Ländliche Frauenkleidung in Harsefeld und umliegenden Dörfern in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts“.
Führung 1: Um 11 Uhr nimmt Gästeführerin Ulrike Riepe die Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durch das ehemalige Kloster Harsefeld. Es bestand fast 550 Jahre lang bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges, der viel Not und Elend über ganz Europa brachte. Erst der Westfälische Friede 1648 brachte einen historischen Beitrag zu einer europäischen Friedensordnung gleichberechtigter Staaten und als Beitrag zum friedlicheren Miteinander der Konfessionen. Besichtigt werden neben den Klosterruinen auch die St. Marien- und Bartholomäikirche, der Amtshof und das Museum .
Führung 2: Ab 15 Uhr erzählt Armgard Surbicke, Witwe des Erzabtes Christoph Bicker, während ihrer Führung „Harsefeld zur Reformationszeit“ von der Reformationszeit und ihrer Ehe mit dem ranghohen Klostervorsteher. „Ja richtig, der Erzabt des katholischen Benediktinerklosters war verheiratet. Aber im 16. Jahrhundert schien das ab und an möglich zu sein. Es sorgte natürlich für viel Klatsch und Tratsch“, weiß die Gästeführerin, die im richtigen Leben Birgit Brunkhorst heißt.