T8,25 Millionen Euro für Breitbandausbau in 48 Schulen im Landkreis
Farbige Leerrohre, in die später die Glasfaserkabel verlegt werden, liegen an einer Straße. Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa
Es ist die letzte Hürde auf dem Weg zum dringend notwendigen Breitbandausbau in den Schulen des Landkreises gewesen: 8,25 Millionen Euro fließen aus dem Bundesförderprogramm Breitband in den Kreis. Insgesamt 48 Schulen sollen beim schnelleren Internet profitieren.
Der Landkreis Stade werde aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den offiziellen Bescheid über die Bundes-Millionen in Kürze erhalten, teilt der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann dem TAGEBLATT mit. Nach seinen Worten stehen Fördermittel für über 2100 Glasfaseranschlüsse nach FTTB-Technologie (Glasfaser bis ins Haus) zur Verfügung. Die Wirtschaftlichkeitslücke von 16,5 Millionen Euro könne mit diesen Bundesmitteln, mit der Kofinanzierung des Landes in Höhe von 7,4 Millionen Euro und mit Eigenmitteln geschlossen werden.
Den ersten Spatenstich für das Großprojekt soll es am 30. September geben. Ferlemann: „Mit einer hochleistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur investieren wir in die Zukunft unserer Kinder, damit das Lernen und Lehren an den Bildungseinrichtungen noch attraktiver und vor allem zukunftssicherer wird.“
Preissteigerungen bei Tiefbaukosten
Nach Beantragung von Mitteln aus der Bundesförderung vom Landkreis im Jahr 2017 hatte sich die Gesamtfinanzierung für das Projekt 2019 geändert: Einerseits konnten Mittel aus einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen übernommen werden und andererseits machten es Kostensteigerungen wegen starker Preissteigerungen bei den Tiefbaukosten dem Landkreis Stade und den am Projekt finanziell beteiligten Gemeinden unmöglich, diesen Anstieg aufzufangen.
Durch Anpassung der Förderrichtlinie 2018 und der damit einhergehenden Erhöhung der maximalen Fördersumme konnten Mehrkosten im Rahmen des Projekts jedoch berücksichtigt werden – die Bundesmittel wurden daher um 4,2 Millionen Euro aufgestockt, so Enak Ferlemann, der auch sagt: „Mit einer gigabitfähigen digitalen Infrastruktur vor Ort bereiten wir den Weg für neue digitale Anwendungsmöglichkeiten in der Bildung.“
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