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Corona-Boosterimpfungen

„Aus für Impfzentren ein Fehler“

Ein Mann bekommt seine Corona-Impfung. (Archivbild). Foto: Malte Krudewig/dpa

Ein Mann bekommt seine Corona-Impfung. (Archivbild). Foto: Malte Krudewig/dpa

Erst 1,6 Millionen Menschen haben eine Auffrischimpfung erhalten – nur zwölf Prozent der Risikogruppe. Ärzteverbände und Patientenschützer schlagen Alarm.

Dienstag, 26.10.2021, 08:56 Uhr

„Boosterimpfungen werden wegen steigender Zahlen dringend gebraucht“, so Dirk Heinrich, Vorsitzender des Virchowbundes der niedergelassenen Ärzte. „Leider ist es nicht einheitlich geregelt, mancherorts gibt es Verzögerungen.“ In der Pflicht sei der Hausärzteverband. „Er hat früh die Schließung der Impfzentren gefordert – ein Fehler“, so Heinrich. „Daher muss der Verband flächendeckende Boosterimpfungen auch in Pflegeheimen durch Hausärzte sicherstellen und mobile Impfteams dorthin schicken.“ Er appellierte an niedergelassene Ärzte, auch Risikopatienten die dritte Impfdosis zu verabreichen, die ihre ersten Impfungen in Impfzentren bekamen.

Schleppender Verlauf

Auch Eugen Brysch, Vorstand Stiftung Patientenschutz, beklagte „schleppenden Verlauf“ beim Boostern. „Die Kassen ärztlichen Vereinigungen tragen die Verantwortung dafür, dass nach gut drei Monaten nur zwölf Prozent der über 70- Jährigen ein drittes Impfangebot erhalten haben.“

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