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TMaschinenring Stade verbucht 2020 Umsatzzuwächse beim Winterdienst

Beim Winterdienst hatte der Maschinenring gute Zuwächse – hier im Einsatz in Stade im Februar 2021. Foto: von Allwörden

Beim Winterdienst hatte der Maschinenring gute Zuwächse – hier im Einsatz in Stade im Februar 2021. Foto: von Allwörden

Über Umsatz- und Auftragszuwächse im Obstbau und auch im Winterdienst freut sich der Geschäftsführer des Maschinenrings (MR) Stade, Ole Christiansen. Mehr Großkunden stehen jetzt auf der Kundenliste des Maschinenrings.

Von Peter von Allwörden Montag, 06.12.2021, 18:30 Uhr

Im Grunde sei das ja „kalter Kaffee“, meinte Christiansen vor rund 80 Zuhörern im Saal des Gasthofes Hellwege. Denn das Jahr 2020 sei lange her, von Interesse ja eher das gerade auslaufende Jahr. Doch eine Mitgliederversammlung Anfang des Jahres, wie sie sonst üblich ist, sei wegen Corona nicht möglich gewesen. Deshalb fasste der Maschinenringchef das Jahr auch im Schnelldurchgang zusammen. Zwei wichtige Entwicklungen vorweg: Im Bereich Obstbau hat der Maschinenring kräftigen Zuwachs verzeichnet. Rund 40 Hektar Obsthöfe wurden gerodet und ein Beregnungsbecken gebaut. Auch die Zahl der Mitglieder im MR aus dem Obstbau hat deutlich zugenommen. Ebenfalls ein Plus konnte Agraringenieur Christiansen beim Winterdienst verbuchen. Mehr Großkunden wie Verbraucher- oder Baumärkte stehen jetzt auf der Kundenliste des Maschinenrings.

Personal aufgestockt

Personell besser aufstellen konnte sich der Maschinenring bei den Betriebshelfern, die auf Höfen eingesetzt werden, wo der Landwirt durch Krankheit ausfällt. 11 000 Stunden wurden 2020 durch sechs Mitarbeiter geleistet. Ab dem kommenden Jahr entspannt sich die Lage noch mehr, denn ein siebter Mitarbeiter wird im Januar 2022 starten. Ansonsten war das Jahr 2020 einerseits durch „gutes Erntewetter“ (Christiansen) und entsprechend durchschnittliche Ernten geprägt, andererseits durch Corona und damit verbundene Marktschwankungen.

So ging der Speisekartoffel-Absatz durch Corona kräftig zurück, die Preise fielen. In den Schlachthöfen sorgte das Virus für Ausfälle bei den Mitarbeitern und entsprechende Engpässe vor allem bei den Schweinemästern. Zudem setzte den Schweinemästern die Afrikanische Schweinepest zu.

Export nach China bricht zusammen

Der Export nach China brach quasi zusammen und drückte ebenfalls auf die Preise. Bei der Rübenernte registriert der Maschinenring zum einen geringere Anbauflächen, zum anderen auch einen deutlichen Anstieg der Digitalisierung, die allgemein bei den Lohnunternehmen immer mehr Einzug hält. Auch gibt es den Trend, dass bei wachsenden Flächen und Betriebsgrößen mehr eigene Technik auf den Höfen angeschafft wird. Gleichwohl: Die Zahl der Maschinenring-Mitglieder ist 2020 sogar noch angestiegen – von 715 im Jahr 2019 auf nunmehr 724.

Der Etat des Maschinenrings, der sich seit Jahren um die 300 000 Euro auf der Einnahmen- und Ausgabenseite eingependelt hat, war auch 2020 wieder gut ausgeglichen und schloss mit einem leichten Plus ab. Auf der Kostenseite schlagen überwiegend die Personalkosten zu Buche, auf der Einnahmenseite die Vermittlungsprovisionen und Mitgliederbeiträge.

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