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Kluge Lösung für marode Brücke in Engelschoff

Die Brücke Kamper Weg ist einsturzgefährdet.  Foto Eidtmann

Die Brücke Kamper Weg ist einsturzgefährdet. Foto Eidtmann

Die Gemeinde Engelschoff hat eine „intelligente Alternative“ zum teuren Ersatz-Neubau für ihre Brücke am Kamper Weg gefunden. Sie wird im Gewölbe ein großes Rohr verlegen, das den Wasserfluss des Schleusenfleths sicherstellt.

Von Jutta Eidtmann Freitag, 19.10.2018, 08:00 Uhr

Der Hohlraum zwischen Gewölbe und Rohr wird mit Beton verdämmt. Das erhält die Tragfähigkeit für den Verkehr. Und dann kostet das Ganze 40 000 Euro und nicht 350 000.

„Klasse“, freute sich Bürgermeister Sven Frisch und dankte den Bauspezis im Gemeinderat, die diese Idee hatten. Bei der technischen Überprüfung der Brücke im Frühjahr 2018 waren erhebliche Mängel und Einsturzgefahr konstatiert worden. Geraten wurde zum kompletten Neubau. Aber das war der kleinen Gemeinde dann doch eine Nummer zu groß. Die nun gefundene Lösung soll nächstes Jahr realisiert werden. Der Rat empfahl in seiner jüngsten Sitzung, die Mittel im Haushalt 2019 bereitzustellen.

Mit 4000 Euro wird der Tanzkreis Engelschoff unterstützt, der die Heizung im Danz- un Klönhus erneuern muss. Sie war schon zehn Jahre als, als sie 1996 eingebaut wurde. Überhaupt sei alles in die Jahre gekommen, berichtete Kirsten Stüven-Diercks. Der Verein, der das Haus als Dorfgemeinschaftshaus unterhält, wirtschaftet sparsam. Aber bei dieser Investition von 13 000 Euro braucht er Unterstützung.

Die bekommt er. Zudem gab der Rat zu Protokoll, dass er Schützenverein und Reitverein ebenso unterstützen würde. Vorausgesetzt sie haben in der laufenden Amtsperiode noch ähnlich große Projekte mit Eigenbeteiligung.

Wie Bürgermeister Sven Frisch berichtete, wurde die letzte Gewerbefläche verkauft und hat die Gemeinde das Areal für das Baugebiet Burg II erworben. Dass Scopingverfahren laufe, erste Interessenten hätten sich auch schon gemeldet. Eine Detailplanung erfolge dann im Bebauungsplanverfahren.

Die Rohre werden schon verlegt, aber die eigentlichen Glasfaserkabel noch nicht. Sven Frisch klärte über den gestarteten Ausbau auf und hofft, dass die EWE potenzielle Kunden bald anschreibt und aufklärt. Bei ihm liefen viele Nachfragen auf.

Die Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde ruht bis Ende 2019. Man will Entwicklungen im Landkreis Stade und im Land Niedersachsen abwarten, bevor man über ein Modell berät.

Der schlechte Zustand einiger Straßen vor allem im Moor ist Dauerthema in der Politik. Flickwerk bringt da nicht voran. Es wäre großartig, wenn man da auch noch eine „intelligente Lösung“ finden könne, so Bürgermeister Frisch.

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