TA-Junioren des VfL Horneburg wollen krönenden Abschluss im DHB-Pokal
Ole Hagedorn
Die Handballer des VfL Horneburg spielen am Sonntag beim Final Four um den DHB-Pokal der A-Jugend-Bundesliga. „Wir fahren dahin, um mit dem Pokal zurückzukommen“, sagt Trainer Stefan Hagedorn. Für viele Horneburger wird es das letzte Jugend-Spiel sein.
„Das ist schon ein merkwürdiges Gefühl, dass diese Zeit nach zehn Jahren endet“, sagt Stefan Hagedorn. Der Coach trainiert die Mannschaft seit der E-Jugend. Mit Jonas Gerkens, dem verletzten Philip Düselder, Torhüter Torben Rodat und seinem Sohn Ole sind noch vier Spieler aus der Anfangszeit dabei. „Die Jungs können sehr stolz darauf sein, was sie erreicht haben“, sagt Stefan Hagedorn. Da sind unter anderem die Oberliga-Meisterschaften in der B- und C-Jugend, da sind der Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga und – als krönender Abschluss – das Final Four im DHB-Pokal.
Am Sonntag um 11 Uhr trifft der VfL im Halbfinale auf Frisch Auf Göppingen. Im Anschluss stehen sich die HSG Rodgau Nieder-Roden und die HG Oftersheim/Schwetzingen gegenüber. Das Finale beginnt um 17 Uhr. „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir in Göppingen eine gute Rolle spielen können“, sagt Hagedorn. Ausgetragen wird das Turnier in der knapp 6000 Zuschauer fassenden EWS-Arena, in der auch die Göppinger Männer ihre Bundesliga-Partien bestreiten.
Was den VfL Horneburg beim Final Four um den DHB-Pokal erwartet
Hagedorn hat seine Mannschaft für das Halbfinale auf einen Gegner eingestellt, der eine „andere Spielarchitektur“ aufweise. Das liege daran, dass Göppingen einige gute Linkshänder im Kader habe. „Die werden Druck von rechts auf unsere linke Seite machen“, sagt Hagedorn. Der Matchplan sieht vor, Göppingen durch wechselnde Abwehrsysteme zu fordern und selber durch schnelle Vorstöße zu Toren zu kommen. Aus dem anderen Halbfinale rechnet Hagedorn der HSG Rodgau Nieder-Roden aus Südhessen die größten Chancen aus. „Das ist für mich der kleine Turnierfavorit.“ 2021 gewann der SC Magdeburg den Titel.
Weil das Turnier an nur einem Tag ausgetragen wird, werden die Partien auf zwei Mal 25 Minuten verkürzt. Hagedorn hofft, dass seine Mannschaft mit der Belastung gut zurechtkommt. Denn der VfL muss die längste Anreise der vier Teilnehmer bewältigen. Bereits Sonnabendmorgen fahren die 16 Spieler und rund 25 Fans mit einem Doppeldeckerbus in den Süden, etwa acht bis neun Stunden. Am Sonntag geht es wieder zurück. Das Wochenende kostet den VfL einen hohen vierstelligen Betrag, finanziert aus dem Werbe-Etat der Abteilung und vom Handball-Förderverein.
VfL Horneburg verzichtet freiwillig auf erneute Bundesliga-Teilnahme
Die Teilnehmer dieses zum ersten Mal ausgespielten Final Four haben sich bereits durch den Halbfinal-Einzug für die Saison 2022/23 der A-Jugend-Bundesliga qualifiziert. Der VfL Horneburg nimmt den Startplatz aber nicht in Anspruch, weil die A-Jugend durch die altersbedingten Abgänge viel Qualität verliere, sagt Hagedorn. Der VfL wäre wohl nicht konkurrenzfähig. In dieser Saison hat Horneburg bisher nur sieben seiner 25 Spiele nicht gewonnen. Und dabei soll es bleiben.
Die Spiele werden im Internet live auf Sportdeutschland.tv übertragen.