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Handball-Bundesliga

BSV hofft auf volle Hütte gegen den BVB

Lisa Antl trifft am Sonnabend auf ihren künftigen Club. Foto: Jan Iso Jürgens

Lisa Antl trifft am Sonnabend auf ihren künftigen Club. Foto: Jan Iso Jürgens

Zwischen ihnen liegt nur ein Tabellenrang – und doch steht der Buxtehuder SV vor einer schwierigen Aufgabe. Am Sonnabend ist der Tabellenzweite Borussia Dortmund zu Gast in der Halle Nord. Und die darf nach den Lockerungen wieder „vollgemacht“ werden.

Von Tim Scholz Freitag, 11.03.2022, 06:00 Uhr

Borussia Dortmund steht vor einem historischen Schritt in der Champions League. Nachdem der europäische Verband die russischen und belarussischen Teams aus dem Wettbewerb ausgeschlossen hat, ist der BVB nur noch zwei Spiele vom Finalturnier der Königsklasse entfernt. Sollte er sich gegen Frankreichs Spitzenreiter Metz durchsetzen, wäre die Borussia die erste deutsche Mannschaft unter den Top 4.

Keine Frage, der Buxtehuder SV steht am Sonnabend vor einer Riesenaufgabe. In der Bundesliga belegt der BVB den zweiten Platz, ist der ärgste Verfolger von Tabellenführer Bietigheim. Dortmund, so BSV-Trainer Dirk Leun, „hat ein hohes Tempo und ist wahrscheinlich die beste Umschaltmannschaft, die die Liga hat.“ Leuns Spielerinnen seien demnach gut beraten, ihre Fehlerquote gering zu halten.

BSV als Vierter nicht weit entfernt vom amtierenden Meister

Auf nationaler Ebene musste sich Borussia Dortmund, der amtierende Meister, nur der SG BBM Bietigheim geschlagen geben, aber das gleich drei Mal: in der Liga, im Supercup und im DHB-Pokal. Zum Rückspiel kommt es am 30. April. Der BSV ist als Vierter zwar nicht weit entfernt, allerdings beträgt der Rückstand schon acht Punkte nach der Hälfte der Saison.

Leun spricht zwar seinen Respekt gegenüber dem Aufgebot des Gegners aus, allerdings will sich der BSV davon nicht allzu sehr beeindrucken lassen. Eine gute Nachricht: Rückraumspielerin Annika Lott ist nach ihrem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder voll einsatzfähig. Dem Trainer steht damit – abgesehen von den langzeitverletzten Mieke Düvel und Mia Lakenmacher – der gesamte Kader zur Verfügung. Außerdem wird es Unterstützung aus der zweiten Mannschaft geben.

Bis zu 1100 Zuschauer erlaubt

Und damit nicht genug. Der BSV freut sich auch deshalb, weil die Halle Nord nach zwei Jahren wieder „vollgemacht“ werden darf, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Aufgrund der Lockerungen der Corona-Maßnahmen dürfen bis zu 1100 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Halle. Hinzu kommt, dass die Stadtwerke-Tribüne hinter dem Tor rechtzeitig repariert worden ist. Die Tribüne durfte in den letzten beiden Heimspielen nicht besetzt werden.

In der Halle Nord sollen am Sonnabend dann auch zwei prominente Gäste sein. Die frühere BSV-Handballerin Isabell Klein und ihr Ehemann Dominik haben sich angekündigt. Isabell Klein spielte von 2007 bis 2016 für den Club, war viele Jahre Kapitänin und gewann 2015 den DHB-Pokal mit dem BSV. Ihr Mann wurde unter anderem Weltmeister und drei Mal Champions-League-Sieger mit dem THW Kiel.

Ein besonderes Spiel dürfte es auch für die BSV-Handballerinnen Lisa Antl und Meret Ossenkopp werden. Beide haben für zwei Jahre beim BVB unterschrieben und passen damit gut in Dortmunds neues Anforderungsprofil: Der Club will sich verjüngen, hat bereits sieben Abgänge und fünf Neuzugänge vermeldet. Die Mannschaft wird in der kommenden Saison ein anderes Gesicht haben.

Anwurf ist um 16 Uhr. Tickets gibt es im BSV-Shop (Viverstraße 2), online bei ticketmaster.de oder an der Tageskasse. Das Spiel ist auch live zu sehen unter sportdeutschland.tv.

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