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Tödlicher Unfall an der Köhlbrandbrücke - Polizei vermutet Autorennen

Vermutlich bei einem illegalen Autorennen ist auf der Hamburger Köhlbrandbrücke ein 24-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann saß nach Angaben der Polizei am späten Montagabend als Beifahrer in einem Auto, das ein 22-Jähriger lenkte.

Dienstag, 26.03.2019, 09:49 Uhr

(Letztes Update am Dienstag, 26. März, um 10.58 Uhr: Neue Informationen der Polizei zur Unfallursache hinzugefügt)

Der Wagen soll zusammen mit einem anderen Auto mit überhöhter Geschwindigkeit Lastwagen überholt haben. In einer Linkskurve der westlichen Auffahrt habe der 22-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Er habe einen ebenfalls in Richtung Neuhof fahrenden Transporter touchiert und sei dann mit der Beifahrerseite gegen einen vorausfahrenden Sattelzug geschleudert. Die Feuerwehr befreite den eingeklemmten 24-Jährigen aus dem Auto. Der Beifahrer sei jedoch noch an der Unfallstelle seinen Kopfverletzungen erlegen, teilte die Feuerwehr mit.

Der 22-jährige erlitt leichte Verletzungen und einen Schock, die beiden Lastwagenfahrer blieben unverletzt. Der Fahrer des anderen mutmaßlich am Rennen beteiligten Autos, ein 26-Jähriger, habe sich ebenfalls am Unfallort aufgehalten, hieß es von der Polizei. Auch Angehörige der Unfallopfer kamen nach Angaben der Feuerwehr zum Ort des Geschehens. Die Polizei beauftragte ein Kriseninterventionsteam des DRK mit deren Betreuung.

Laut Zeugenaussagen sollen die beiden schon auf der Finkenwerder Straße durch überhöhte Geschwindigkeit, lautes Beschleunigen und mehrfache Spurwechsel aufgefallen sein. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens ein. Die Beamten stellten beide Fahrzeuge zur Begutachtung durch einen Sachverständigen sicher.

Aus einem beschädigten Tank eines Lastwagens lief etwas Dieselkraftstoff in ein Siel und einen Bach unterhalb der Köhlbrandbrücke. Die Feuerwehr verständigte die Umweltbehörde und beauftragte eine Entsorgungsfirma. Die Polizei schaltete einen Sachverständigen ein und nahm die Unfallstelle mit einem 3D-Laserscanner auf. Die Feuerwehr war mit 45 Mann und zahlreichen Sonderfahrzeugen im Einsatz. (dpa)

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