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TDrei Tote auf der L111 bei Bützfleth: Wie kam es zu dem Verkehrsunglück?

Drei Menschen sind am Freitagnachmittag auf der L111 tödlich verunglückt.

Drei Menschen sind am Freitagnachmittag auf der L111 tödlich verunglückt. Foto: Hellwig

Drei Menschen sind am Freitagnachmittag auf dem Obstmarschenweg in Höhe Grauerort gestorben. Ein BMW ist mit einem Lkw kollidiert. Der Strecke ist aktuell gesperrt.

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Von Susanne Helfferich
Samstag, 29.11.2025, 13:40 Uhr

Bützfleth. Eine Verkettung unglücklicher Zufälle und ein äußerst riskantes Fahrverhalten führten am Freitagnachmittag zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei Toten auf der L111.

Um 14.10 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei alarmiert. Auf Höhe Grauerort war ein BMW mit einem Lkw kollidiert. Der 24-jährige Fahrer des BMW, eine 62-jährige Mitfahrerin (beide aus Drochtersen) sowie eine 26-jährige Insassin aus Hamburg waren auf der Stelle tot. Laut Polizeiangaben handelt es sich bei den Verstorbenen um ukrainische Staatsangehörige.

Auf Höhe Grauerort sind am Freitag zwei Fahrzeuge kollidiert.

Auf Höhe Grauerort sind am Freitag zwei Fahrzeuge kollidiert. Foto: Helfferich

Wie Stefan Braun, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, vor Ort berichtete, war der BMW aus Richtung Drochtersen kommend auf der L111 in Richtung Stade unterwegs. Nach Zeugenaussagen soll er mit unangepasster Geschwindigkeit mehrere Fahrzeuge überholt haben. So auch auf einem geraden Stück zwischen einer Links- und einer Rechtskurve auf Höhe von Grauerort. Dort überholte der BMW-Fahrer einen Transporter mit Anhänger.

Anhänger rollte führerlos weiter

Zeitgleich kam aus Richtung Stade ein Lkw, ebenso mit Anhänger, der einen Bagger transportierte. BMW und Lkw trafen offenkundig nach der Kurve aufeinander. Stefan Braun: „Vieles deutet darauf hin, dass der BMW-Fahrer nach der Kurve ins Schleudern gekommen ist und der Lkw frontal in die linke Seite des BMW krachte. Dabei löste sich der Anhänger samt Bagger und rollte führerlos weiter, bis er mit dem nahenden Kleintransporter zusammenstieß.“

Der 65-jährige Transporterfahrer aus Ahlerstedt hatte noch versucht, nach rechts auszuweichen. Er ist nach Aussage des Feuerwehrsprechers unverletzt geblieben, der 59-jährige Lkw-Fahrer aus Marne wurde leicht verletzt.

Ein Mann und zwei Frauen sind in dem BMW gestorben.

Ein Mann und zwei Frauen sind in dem BMW gestorben. Foto: Hellwig

Der Aufprall des Lkw auf den BMW war so schwer, dass der Fahrzeuglenker und die beiden Mitfahrerinnen sofort tot waren. Feuerwehrleute mussten das Dach abnehmen und die Seite aufflexen, um an die Opfer heranzukommen. Die Rettungsleitstelle hatte zwei Rettungshubschrauber angefordert. Sie mussten unverrichteter Dinge abdrehen; beziehungsweise musste einer der beiden wieder abheben, denn er war bereits gelandet.

An dem Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren aus Assel, Drochtersen und Bützfleth sowie der Zug 1 der Stader Feuerwehr. Mehrere Notärzte waren vor Ort und etwa 60 Einsatzkräfte. Der Obstmarschenweg war bis in die Abendstunden gesperrt, da noch ein Gutachter an der Unfallstelle erwartet wurde. Der Verkehr wurde über die Moorstrecke umgeleitet.

Transparenzhinweis: In einer früheren Textfassung hieß es, der Fahrer des BMW sei 25 Jahre alt gewesen. Dies wurde anhand einer aktuellen Polizeimeldung korrigiert. Ebenso wurden die Alters- und Herkunftsangaben der übrigen Unfallbeteiligten ergänzt.

A
Andreas Nitschke
29.11.202509:35 Uhr

In der überregionalen Presse wird auch die Herkunft der Unfallverursacher benannt. Im Tageblatt wird hierzu geschwiegen…wie so oft…
Ich erwarte eine vollständige Berichterstattung

T
Torsten Rust antwortete am
30.11.202518:29 Uhr

Lesen und verstehen...die Nationalität wurde genannt.

H
Hans-Hinrich Fitschen antwortete am
30.11.202509:39 Uhr

Dem Artikel nach gab es nur einen Unfallverursacher!

a
andmue1983 aol antwortete am
29.11.202513:55 Uhr

Kommentar gelöscht. Auf tageblatt.de besteht Klarnamenpflicht im Kommentarbereich, bitte halten Sie sich daran // TAGEBLATT-Online

S
Steffen Buchmann antwortete am
29.11.202513:42 Uhr

Danke für den freundlichen Hinweis. Wir haben den Artikel noch einmal aktualisiert. // TAGEBLATT-Online

A
Annedore Fricke antwortete am
29.11.202511:29 Uhr

Torsten Fricke schreibt:

Eine Tragödie: Sie haben den Krieg in ihrem Heimatland erfolgreich hinter sich gelassen und finden dann den Tod auf einer Landstraße in Deutschland.

A
Andreas Nitschke
29.11.202509:35 Uhr

Doppelter Kommentar gelöscht // TAGEBLATT-Online

A
Annedore Fricke
29.11.202500:15 Uhr

Torsten Fricke schreibt:

Ist das nicht die harmlose Pendlerstrecke, die sich nach Meinung sog. moderner Verkehrsplanung dafür eignen soll, die Fahrradfahrer in Zukunft auf die Fahrbahn zu holen?
Damit auch in Zukunft gefährlichste Überholmanöver herausgefordert werden?

H
Hans-Hinrich Fitschen antwortete am
29.11.202508:46 Uhr

Die Raser wird man nur mit Gefängnisstrafen von ihren mörderischen Aktionen abhalten können.

U
Ulla Bowe
28.11.202519:19 Uhr

Den Einsatzkräften kann nur von ganzem Herzen gedankt werden und ihnen Respekt für ihren Einsatz gezollt werden. Ich wünsche ihnen, daß sie das Gesehene möglichst unbeschadet verarbeiten können und sie bei Bedarf schnell entsprechende Hilfe finden!
Den Angehörigen der Unfallopfer wünsche ich ebenfalls Kraft für die kommende, schwere Zeit!
Welch' eine Tragik!
Michael Bowe

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