„Geblitzter“ Mittelfinger hat Folgen für 20-Jährigen in Neu Wulmstorf
Ein mobiler Messanhänger am Straßenrand: Ein solches Gerät war Ende Januar an der Konrad-Adenauer-Straße in Neu Wulmstorf platziert (Symbolbild). Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Der böse Brief kommt vier Wochen danach: In Neu Wulmstorf hat ein vermeintlicher Scherz rechtliche Konsequenzen für einen Autofahrer.
Neu Wulmstorf. Dieser Streich ging wohl nach hinten los - wenn auch mit Verspätung: Wie Harburgs Polizeisprecher Jan Krüger jetzt berichtete, muss das Erstaunen - vielleicht sogar der Ärger - bei den Landkreis-Mitarbeitern groß gewesen sein, als sie die geschossenen Blitzer-Fotos vom 29. Januar dieses Jahres auswerteten. An der Konrad-Adenauer-Straße in Neu Wulmstorf war demnach der mobile Geschwindigkeitsmessanhänger platziert.
Aufgenommen wurde dasselbe Auto gleich mehrmals, und zwar binnen zehn Minuten. Einziges Problem an den Blitzer-Fotos: Die Kennzeichen am Auto waren abmontiert, eine Zuordnung von Landkreisseite so unmöglich.
Maskiert und mit erhobenem Mittelfinger im Auto
„Die Insassen hatten es offenbar darauf angelegt, die Anlage auszulösen, denn sie waren zum Teil maskiert und hielten ihren ausgestreckten Mittelfinger während der Auslösung in die Kamera“, beschrieb Jan Krüger die Fotos. Die Kollegen auf der Wache in Neu Wulmstorf seien um Amtshilfe gebeten worden. Können Sie Insassen oder Pkw zuordnen?
„Die Beamten konnten den Wagen anhand verschiedener Merkmale identifizieren und ermitteln nun gegen dessen 20-jährigen Halter wegen sogenannter Urkundenunterdrückung“, sagte Krüger.
Das dürfte teurer werden. Das Fahren ohne Kennzeichen ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit samt Bußgeld von 60 Euro. Urkundenfälschung kann dagegen mit Geldstrafe oder Freiheitsstraße geahndet werden. Hinzu dürfte das Bußgeld für die Geschwindigkeitsverstöße kommen.
Verkaufsstand von Hofladen aufgebrochen
In Kassebruch im Landkreis Cuxhaven hat ein bislang unbekannter Täter in dieser Woche einen kompletten Selbstbedienungsstand eines landwirtschaftlichen Hofverkaufs von Ort und Stelle entwendet. „Vermutlich wurde der gesamte Stand mit einem Fahrzeug vom Grundstück über die Straße gezogen und später aufgebrochen“, so Cuxhavens Polizeisprecher Stephan Hertz. Dies müsste eine entsprechende Geräuschkulisse erzeugt haben. Die Kasse sei aufgehebelt worden.

Das Verkaufshäuschen wurde bis zur Straße gezogen. Foto: Polizei
Zugmaschinen-Teile in Lamstedt gestohlen
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch entwendeten Diebe in dieser Woche zudem mehrere Anbauteile von landwirtschaftlichen Zugmaschinen von einem Firmengelände an der Bremervörder Straße in Lamstedt. Zum Abtransport dürfte in jedem Fall ein größeres Fahrzeug genutzt worden sein. Die Polizei Hemmoor (Telefon: 04771/6070) fragt nach Zeugenhinweisen.
Unverschlossene Autos gesucht und Geld gestohlen
In Buchholz (Kreis Harburg) ist ein Mann bei Diebstählen aus Autos mehrfach von Überwachungskameras aufgezeichnet worden. Allerdings sei seine Identität anhand der Bilder noch nicht zu klären, so die Polizei. Die Ermittlungen dauerten an.
Der Unbekannte habe in der Nacht zum Donnerstag in den Ortsteilen Sprötze sowie Seppensen versucht, bei mehreren abgestellten Autos die Türen zu öffnen. „In mindestens fünf Fällen fand er unverschlossene Fahrzeuge vor und schaute ins Innere. Aus zwei Autos entwendete er Bargeld“, berichtete Polizeisprecher Krüger. (pm/tip)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.