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Festnahmen

Randale in Hamburg: So fällt die Polizei-Bilanz aus

Zwölf Polizisten sind am Protesttag verletzt worden.

Zwölf Polizisten sind am Protesttag verletzt worden. Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Polizei hat eine erste vorläufige Bilanz gezogen: Die Jugenddemo in Hamburg verlief demnach weitgehend friedlich. Doch danach flogen Steine und Pyrotechnik - mit Folgen.

Von dpa 02.11.2026, 15:15 Uhr
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Hamburg. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei im Anschluss an eine weitgehend störungsfreie Jugenddemo mit rund 6.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind 129 Menschen vorläufig festgenommen worden. Darüber hinaus seien in acht Fällen Personen zur Verhinderung von Straftaten vorsorglich in Gewahrsam genommen worden, hieß es in einer ersten vorläufigen Bilanz der Polizei.

43 Jugendliche festgenommen

Die Festnahmen erfolgten den Angaben zufolge wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, nachdem Einsatzkräfte wiederholt beworfen worden seien. Unter den Festgenommenen befanden sich 43 Jugendliche, die nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben worden seien. 77 Erwachsene wiederum seien zur polizeilichen Gefangenensammelstelle gebracht worden. Darüber seien 85 Aufenthaltsverbote und 18 Platzverweise ausgesprochen worden.

Die „Gen Z regelt“-Initiative hatte am Samstag in ganz Deutschland zu Aktionen aufgerufen. Demonstriert wurde für mehr Geld für das Schulsystem, konsequenten Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen eine Einführung der Wehrpflicht. In Hamburg lief die Situation im Anschluss in der Nähe des Hauptbahnhofs aus dem Ruder. Es wurden Böller gezündet, Straßenabsperrungen aus den Verankerungen gerissen und angezündet, Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen. 

Bislang rund 40 Strafanzeigen gefertigt – zwölf Polizisten verletzt

Nach Polizeiangaben wurden bislang rund 40 Strafanzeigen gefertigt. Diese beträfen unter anderem Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, den Verdacht des besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs, gefährliche Körperverletzung sowie Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Von den rund 1.300 Einsatzkräften seien zwölf verletzt worden – vornehmlich durch den Bewurf mit Gegenständen, darunter auch Pyrotechnik.

Innensenator Andy Grote sprach von einem „umsichtigen und gleichzeitig konsequenten Vorgehen“ der Einsatzkräfte. „Die Polizei hat sich sehr intensiv und professionell auf diesen schwierigen Einsatz vorbereitet und ihr Einsatzkonzept mit starken Kräften sowohl im Rahmen des Versammlungsgeschehens als auch im Nachgang bis tief in die Halloween-Nacht erfolgreich umgesetzt“, sagte der SPD-Politiker. 

Es sei gerade der sehr hohen Präsenz und dem schnellen Vorgehen der Einsatzkräfte zu verdanken, dass es nicht zu größeren Ausschreitungen oder Plünderungen wie in anderen Städten gekommen sei. Gleichzeitig nannte er Angriffe auf Einsatzkräfte und gewalttätige Vorfälle nach der weitgehend friedlich verlaufende Versammlung vollständig inakzeptabel. „Friedlicher Protest jeder Art wird von der Polizei geschützt. Gleichzeitig muss jeder Gewalttäter damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden“, sagte Grote.

Auf dem Steindamm in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes haben Demonstranten Straßenabsperrungen und Ähnliches angezündet.

Auf dem Steindamm in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes haben Demonstranten Straßenabsperrungen und Ähnliches angezündet. Foto: Marcus Brandt/dpa

Nach dem Aufruf der Gruppe „Gen Z regelt“ hat es auch in Hamburg eine Demo gegeben. In der Spitze waren laut Polizei etwa 6.700 Menschen dabei.

Nach dem Aufruf der Gruppe „Gen Z regelt“ hat es auch in Hamburg eine Demo gegeben. In der Spitze waren laut Polizei etwa 6.700 Menschen dabei. Foto: Marcus Brandt/dpa

In Hamburg sind viele junge Leute auf die Straße gegangen, um ihren Unmut auszudrücken.

In Hamburg sind viele junge Leute auf die Straße gegangen, um ihren Unmut auszudrücken. Foto: Marcus Brandt/dpa

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