AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Bundesrat

Länder sagen Autoposing den Kampf an

Wie hier in Hannover hat die Polizei immer wieder mit getunten Autos und ihren Fahrern zu tun. (Archivfoto)

Wie hier in Hannover hat die Polizei immer wieder mit getunten Autos und ihren Fahrern zu tun. (Archivfoto) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Getunte Autos, aufheulende Motoren und aggressives Fahren: Selbstdarstellung per Auto geht zulasten anderer Verkehrsteilnehmer. Die Länder wollen etwas dagegen tun.

Von dpa 26.09.2026, 10:50 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Berlin. Die Länder wollen das sogenannte Autoposing auf Deutschlands Straßen besser bekämpfen. Dazu zähle unnötiges Beschleunigen, provozierte Fehlzündungen, vermeidbarer Motorenlärm, aggressives Anfahren sowie verkehrsgefährdendes Fahren, wie aus einer Entschließung auf Initiative Bremens und Hamburgs hervorgeht, die der Bundesrat in Berlin fasste. 

Meist hochmotorisierte oder technisch manipulierte Autos würden gezielt zur Selbstdarstellung auf den Straßen eingesetzt. Damit gingen Lärm- und Abgasbelästigungen einher, andere Verkehrsteilnehmer würden eingeschüchtert. Viele Städte hätten auf diese Weise „ein eigenständiges Problem für Sicherheit und Ordnung“. 

Ziel ist es, dass die Bundesregierung ein einheitliches Recht zur Ahndung typischer Fälle schafft. Unter anderem sollten erhöhte Bußgelder, Eintragungen im Fahreignungsregister sowie befristete Fahrverbote geprüft werden. Behörden müssten technisch manipulierte Fahrzeuge schneller aus dem Verkehr ziehen können. Geprüft werden solle der Einsatz sogenannter Lärmblitzer, also von automatisierten Messsystemen analog zu den bekannten Blitzern zur Tempomessung.

H
Heiko Kania
26.09.202612:46 Uhr

...das "höhere Bußgeld" wird kaum helfen. Und außerdem müsste man diese "Benzinvergeuder" erst einmal dingfest machen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Sommer, Sonne, Strand - und Badetod

Hitzewelle, volle Strände – und plötzlich in Lebensgefahr: In der diesjährigen Badesaison sterben auffallend viele Menschen am und im Wasser. Warum nicht jeder gleichermaßen gefährdet ist.