Zähl Pixel
Energie

Bericht: Moskau verbietet Export von Benzin und Diesel

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben von RBC die Preise an den russischen Rohstoffbörsen für die verschiedenen Benzin- und Dieselsorten teils deutlich gestiegen.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben von RBC die Preise an den russischen Rohstoffbörsen für die verschiedenen Benzin- und Dieselsorten teils deutlich gestiegen. Foto: ---/AP/dpa

Benzin und Diesel kosten an Russlands Rohstoffbörsen immer mehr. Nun greift die Regierung einem Medienbericht zufolge kurz vor der Wahl ein, um die Preise zu stabilisieren.

Von dpa 27.02.2024, 15:40 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Moskau. Die russische Regierung hat nach Medieninformationen die Ausfuhr von Benzin und Diesel für ein halbes Jahr weitgehend untersagt. Das von Kabinettschef Michail Mischustin unterzeichnete Exportverbot trete am Freitag in Kraft, um die erwartete höhere Nachfrage im Land selbst auszugleichen, berichtete das Internetportal RBC unter Berufung auf Regierungskreise.

Zugleich sollen die Ölkonzerne künftig mindestens 16 Prozent ihrer Dieselproduktion an der russischen Börse verkaufen.

Die Initiative geht demnach von dem für Energie zuständigen Vizeregierungschef Alexander Nowak aus. Im Frühjahr steige wegen Feldarbeiten der Treibstoffbedarf, im Sommer wegen der Urlaubszeit. Zugleich durchliefen mehrere Raffinerien planmäßige Reparaturarbeiten. Das Exportverbot erlaube es somit, die Preise auf dem Binnenmarkt zu stabilisieren, heißt es in einem Brief Nowaks. Nicht betroffen von dem Verbot sind Ausfuhren in die Staaten der von Russland dominierten Wirtschaftsunion Armenien, Belarus, Kasachstan und Kirgistan sowie die Mongolei und Usbekistan.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben von RBC die Preise an den russischen Rohstoffbörsen für die verschiedenen Benzin- und Dieselsorten zwischen 8 und 23 Prozent gestiegen. An den Tankstellen ist die Preissteigerung demnach bisher nicht angekommen.

Auf den Weltmärkten ist Russland insbesondere bei der Dieselproduktion ein bedeutender Akteur. Zwar untersagte die EU schon im vergangenen Jahr die Einfuhr von Ölprodukten aus Russland. Doch zugleich haben Länder wie die Türkei und Brasilien deutlich mehr Diesel gekauft.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Bundesbank: Weniger Falschgeld in Deutschland

In Deutschland ist es unwahrscheinlicher geworden, einen falschen Euro-Schein untergejubelt zu bekommen. Die Bundesbank rät dennoch zu Wachsamkeit. An einer Banknote versuchen sich Fälscher häufiger.

BDI: Iran-Krieg dämpft Wachstum weltweit

Der BDI sieht durch den Iran-Krieg einen deutlichen Dämpfer für die Weltwirtschaft und hinterlässt Spuren in Deutschland. Investitionen in KI mildern die Folgen – doch die Unsicherheiten bleiben hoch.