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Vor Berlin-Wahl

Berliner SPD-Kandidat Krach weist Vorwürfe erneut zurück

Die Ermittlungen gegen Steffen Krach waren mitten im Berliner Wahlkampf bekanntgeworden.

Die Ermittlungen gegen Steffen Krach waren mitten im Berliner Wahlkampf bekanntgeworden. Foto: Fabian Sommer/dpa

Der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl steht im Visier von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover. Inzwischen sind mehr Details bekannt - und der Politiker bekräftigt seine Linie.

Von dpa 10.09.2026, 23:40 Uhr
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Berlin/Hannover. Nach Bekanntwerden neuer Details der Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach hat dieser erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen. „Ich weise sie nachdrücklich zurück, sie treffen nicht zu“, teilte Krach am späten Abend mit. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Unbegründetheit der Vorwürfe das Ergebnis der Prüfung der Ermittlungsbehörden sein wird.“ 

Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte zuvor erstmals öffentlich gemacht, weshalb sie gegen Krach ermittelt. Demnach geht es um den Anfangsverdacht der Vorteilsannahme in zwei Fällen. Zudem ermittelt die Behörde wegen eines Anfangsverdachts auf wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen in Tateinheit mit der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und der Verletzung der Geheimhaltungspflicht nach dem Gesetz zu Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Krach erklärte daraufhin: „Die Staatsanwaltschaft Hannover hat meinem Anwalt mitgeteilt, dass dort nur ein mich betreffendes Ermittlungsverfahren geführt wird.“ Darin gehe es um zwei Fragen: zum einen um eine Spende an den SPD-Landesverband Berlin, „die bei zwei Gelegenheiten im Zusammenhang mit einem behördlichen Verfahren von mir gefordert worden sein soll“. „Zum anderen geht es um eine behauptete unzulässige Weitergabe eines Bieterangebotes als Geschäftsgeheimnis im Zusammenhang mit einem Bieterverfahren für eine Immobilie.“ Diese Vorwürfe seien unbegründet.

Spende wurde laut Krach zurücküberwiesen

Die Ermittlungen sollen nach früheren Aussagen Krachs im Zusammenhang mit seiner Zeit als Regionspräsident von Hannover stehen. Er hatte sich von diesem Amt ab dem 23. März 2026 beurlauben lassen - wegen des Wahlkampfs in Berlin. Im Sommer 2025 war er als Spitzenkandidat nominiert worden. 

Vor der jüngsten Erklärung der Staatsanwaltschaft hatte Krach die Einschätzung geäußert, dass es konkret um ein Vergabeverfahren zur Nachnutzung eines Klinikgeländes in der Region Hannover geht. Krach war als Regionspräsident Chef des Aufsichtsrates der Klinik. In einem Bieterverfahren konkurrierten zwei Unternehmen um den Zuschlag. Einer der Bieter überwies laut Krach noch während des laufenden Verfahrens eine Spende in Höhe von 9.900 Euro an die Berliner SPD, deren kommissarischer Vorsitzender er zu dem Zeitpunkt bereits war. Er habe die Spende zurücküberweisen lassen.

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