Bunter Fisch auf Berlinreise: Bündnis wirbt für AfD-Verbot
Die Aktivisten sind auf dem Weg nach Berlin. Foto: Friso Gentsch/dpa
Ein NRW-Bündnis fordert, dass der Bundesrat ein Verbotsverfahren gegen die AfD beantragt. Die Aktion startet heute in Bielefeld und macht auch Halt in Niedersachsen.
Bielefeld. Es sind viele kleine bunte Fische, die zusammen einen großen bilden - auf ihm prangt der Spruch: „Wir sind mehr!“. Mit einer großformatigen Fisch-Figur wirbt ein Bündnis aus Nordrhein-Westfalen für ein Verbot der AfD. Die Figur des Künstlers Jacques Tilly ist kurz davor, einen kleinen braun-blauen Fisch zu verschlingen. Das Kunstwerk war zunächst in Bielefeld zu sehen, später sollte es dann in Hannover bei einer Kundgebung zu präsentiert werden, wie aus Angaben der Initiative auf Instagram hervorgeht.
Das Bündnis will Wüst daran erinnern, dass der Bundesrat ein Verbotsverfahren beantragen müsse. Foto: Friso Gentsch/dpa
Organisiert wird die Aktion durch das Bündnis „NRW-Appell AfD-Verbot jetzt“. Es ist ein Zusammenschluss von 130 Organisationen und Initiativen aus Nordrhein-Westfalen sowie Teil der bundesweiten Kampagne „AfD-Verbot.jetzt“.
Die Initiative fordert, dass der Bundesrat beim Bundesverfassungsgericht ein Parteiverbotsverfahren beantragt. Nach Angaben des Netzwerks wurden in NRW bisher mehr als 120.000 Unterschriften dafür gesammelt. Im Juni habe das Bündnis sie an Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) übergeben.

Der Künstler Tilly ist vor allem für seine bissigen Karnevalswagen bekannt. Foto: Friso Gentsch/dpa
Wüst soll sich als Bundesrats-Präsident um AfD-Verbot kümmern
Am 16. Oktober wählt der Bundesrat Wüst zum neuen Präsidenten. Das Bündnis will ihn daran erinnern, dass der Bundesrat ein Verbotsverfahren beantragen müsse. „Die Stationen auf unserem Weg zeigen: Wir sind nicht allein. Von Nordrhein-Westfalen bis Berlin wächst die Zahl derer, die ein AfD-Verbot fordern“, sagte Klaus Rees vom NRW-Appell in Ostwestfalen.
Auf dem Weg nach Berlin macht der Fisch nach Hannover auch noch in Magdeburg und Potsdam Station. Zum Abschluss ist am Freitag, 16. Oktober, um 12.30 Uhr eine Kundgebung in Berlin geplant. Dort soll Wüst ein kleines Geschenk überreicht werden, das ihn auf seine anstehenden Aufgaben einstimmen soll.

Der bekannte Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly vor seinem Fisch. Er unterstützt damit die Forderung nach einem AfD-Verbot. (Handout-Bild) Foto: Klaus Rees/NRW Appell "AfD-Verbot Jetzt!"/dpa

Der Düsseldorfer Karnevalist und Satiriker Jacques Tilly macht regelmäßig Schlagzeilen mit kreativen politischen Botschaften. (Archivbild) Foto: Celine Frohnapfel/dpa

Erste Station der Reise war Bielefeld. Foto: Friso Gentsch/dpa

Der Aktivist Törk Hansen, Mitinitiator eines Bündnisses für ein AfD-Verbotsverfahren, hat auf dem Jahnplatz in Bielefeld gesprochen. Foto: Friso Gentsch/dpa

Tilly ist für seine großen Kunstwerke bekannt. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Organisatoren wollen, dass ein AfD-Verbot geprüft wird. Foto: Friso Gentsch/dpa