Darum kann es hier auf der Stader Geest jetzt stinken
In den Orten Kutenholz, Mulsum und Essel werden die Abwasserkanäle gespült. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa/dpa-tmn
Im schlimmsten Fall bleibt es in drei Orten nicht nur bei üblen Gerüchen - auch der Blick zur Toilette wird dann wichtig. Was Anwohner wissen sollten.
Fredenbeck. Die EWE reinigt als zuständiger Abwasserentsorger in der Samtgemeinde Fredenbeck seit Wochenbeginn die Abwasserkanäle. Betroffen sind die Orte Kutenholz, Mulsum und Essel. Die Kanalisation wird dabei mit Hochdruck gespült. Das kann Folgen haben.
„Dabei kann es zwischenzeitlich zu Geruchsbelästigung kommen“, teilt EWE Wasser mit. Und weiter heißt es: „Eventuelle Überdrücke, die in der Hausinstallation ankommen, können sich, bei nicht fachgerechter hausinterner Abwasserinstallation, durch hochspritzendes Wasser in der Toilette bemerkbar machen.“
Ist die Hausinstallation dagegen fachgerecht ausgeführt, entweichen solche Überdrücke über die Dachentlüftung. Das Ziel der Spülungen ist, jederzeit eine reibungslose Entwässerung zu gewährleisten.
Wichtige Hinweise für Anwohner
- Halten Sie während der Spülarbeiten die WC-Deckel im Haus am besten geschlossen.
- Die Hausanschlussschächte sollten, sofern sie verschlossen oder nicht belüftet sind, freigelegt werden, damit auch hier der Druck entweichen kann.
Die Reinigungsarbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Oktober andauern, kündigt EWE Wasser an.
Insgesamt erstreckt sich die Kanalisation der Samtgemeinde Fredenbeck über die Ortschaften Schwinge, Wedel, Helmste, Deinste, Kutenholz, Essel, Mulsum und Fredenbeck. Das Kanalnetz kommt auf eine Länge von 114,9 Kilometern. Im Jahr 2024 wurden laut EWE circa 815.000 m³ häusliche und gewerbliche Abwässer zur Abwasserreinigungsanlage (ARA) gefördert. (pm/tip)
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