Deutsches Trio startet Jagd nach Europas Handball-Krone
Gewinnt der SC Magdeburg wie zuletzt 2025 die Champions League? (Archivbild) Foto: Marius Becker/dpa
Die Champions League im Handball kommt in einem neuen Gewand daher. Mehr Teams, neuer Modus - nur die Favoriten sind die üblichen.
Magdeburg. Die Jagd nach Europas Handball-Krone wird eröffnet - und erstmals seit neun Jahren sind wieder drei deutsche Vereine dabei. Der deutsche Meister SC Magdeburg, der zuletzt viermal in Serie den Einzug ins Final4 schaffte und zweimal (2023 und 2025) die Trophäe mit nach Hause nehmen konnte, gehört erneut zu den heißen Favoriten.
Setzt das Team von Erfolgstrainer Bennet Wiegert, das zum Auftakt am Mittwoch den polnischen Meister Industria Kielce empfängt, seine jüngste Serie mit Triumphen im Zweijahresrhythmus fort? Oder können sich die Füchse Berlin nach zwei Endspiel-Niederlagen im dritten Anlauf endlich den Traum vom ersten Champions-League-Titel erfüllen? Und wie schlägt sich European-League-Sieger MT Melsungen bei seiner Premiere in der Königsklasse? Was man zur Champions League wissen muss.
Nach welchem Modus wird gespielt?
Die Europäische Handball-Föderation hat das Starterfeld von bisher 16 auf 24 Teams aufgestockt. Gespielt wird zunächst in sechs Vorrundengruppen mit je vier Mannschaften. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen die Hauptrunde, in der es mit zwei Sechsergruppen weitergeht. Die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier qualifizieren sich für das Viertelfinale, das wie gewohnt im K.-o.-Modus mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wird. Das siegreiche Quartett kämpft am 12./13. Juni 2027 beim Final4 in Köln um die Siegertrophäe.
Gegen wen starten die deutschen Teams?
Der SC Magdeburg bekommt es in der Gruppe F neben Kielce mit dem norwegischen Vertreter Kolstad Håndball und dem vom früheren Bundesliga-Star Andy Schmid trainierten Schweizer Meister HC Kriens-Luzern zu tun.

Mathias Gidsel will mit den Füchsen Berlin endlich zum ersten Mal die Trophäe gewinnen. (Archivbild) Foto: Marius Becker/dpa
Pokalsieger Füchse Berlin trifft in der Gruppe A auf Ungarns Topteam One Veszprem HC, den portugiesischen Vizemeister FC Porto und Serbiens Champion Partizan Belgrad, bei dem die Berliner zum Start am Donnerstag ran müssen.
Auf die MT Melsungen warten beim Königsklassen-Debüt in der Gruppe B der französische Vizemeister HBC Nantes, Polens Vizemeister Wisla Plock und Vardar Skopje. Mit dem Champion aus Nordmazedonien - am Donnerstag erster Gegner der Nordhessen - duellierte sich die MT bereits in der Vorsaison in der European League und verlor zweimal.
Wer sind die Favoriten?
Neben dem SC Magdeburg muss an erster Stelle Rekordsieger und Titelverteidiger FC Barcelona genannt werden. Die Katalanen, die seit 15 Jahren ununterbrochen spanischer Meister sind, hatten sich im Juni durch einen Sieg gegen die Füchse Berlin zum 13. Mal den Champions-League-Titel gesichert.

Titelverteidiger FC Barcelona gehört erneut zu den großen Favoriten. (Archivbild) Foto: Marius Becker/dpa
Stark zu beachten ist auch Veszprem, das sich mit Dänemarks Top-Torwart Emil Nielsen noch einmal verstärkt hat, und der dänische Meister Aalborg Handbold um den deutschen Nationalspieler Juri Knorr. Und dann sind da noch die Füchse Berlin um Welthandballer Mathias Gidsel, der endlich die wichtigste Vereinstrophäe gewinnen will.
Wo können Fans die Spiele der deutschen Teams verfolgen?
Der Streamingdienst Dyn hat sich exklusiv die Übertragungsrechte für alle Champions-League-Auftritte der Bundesligavertreter gesichert. Ab dem Viertelfinale überträgt Dyn dann alle Partien - also auch die ohne deutsche Beteiligung. Ausgewählte Spiele sowie weiterer Content rund um die europäischen Club-Handballwettbewerbe werden auch beim frei empfangbaren Sender Dyn Sport Mix zu sehen sein.