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Polizeieinsatz

Drohnenfund: Bundesanwaltschaft prüft Verbindung zu Leipzig

Der Generalbundesanwalt ermittelt bislang nicht zu den bei Wunstorf gefundenen Drohnenteilen, hat den Fall aber im Blick. (Archivfoto)

Der Generalbundesanwalt ermittelt bislang nicht zu den bei Wunstorf gefundenen Drohnenteilen, hat den Fall aber im Blick. (Archivfoto) Foto: Uli Deck/dpa

Seit Anfang der Woche hält der Fund von Drohnenteilen nahe einem Militärflughafen in Niedersachsen Ermittler auf Trab. Gibt es einen Zusammenhang mit dem aufsehenerregenden Drohnenvorfall von Leipzig?

Von dpa 18.09.2026, 13:30 Uhr
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Wunstorf. Nach dem Fund von Drohnenteilen nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf prüft die Bundesanwaltschaft einen möglichen Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig. „Wenn ein Zusammenhang bestehen könnte, schauen wir uns das an“, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelte es sich nicht um eine handelsübliche Drohne, sondern um ein mit eigenen Bauteilen versehenes Flugobjekt. Sprengstoffspuren seien nicht entdeckt worden, dennoch sei eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sprengstoff-Drohne vom Flughafen Leipzig/Halle festzustellen. Dies und der Fundort, rund zwei Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt, legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen russischen Ausspähversuch gehandelt haben könnte. Die Drohne, die zufällig gefunden wurde, lag dort den Angaben zufolge womöglich schon etwas länger am Boden.

Zuvor hatte der NDR über Ähnlichkeiten der Bauweise der nahe Wunstorf gefundenen Drohnenteile zum Leipziger Fall berichtet. Ein Teil solle aus einem 3D-Drucker stammen und so nicht im Handel erhältlich sein. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte dazu, dass sie generell keine Berichte kommentiere.

Ermittler seit Anfang der Woche im Einsatz

Ermittler suchen seit Anfang der Woche das schwer zugängliche Gelände in der Region Hannover ab. Sie gehen davon aus, dass die Drohne dort abgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen ist. Beim Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen läuft laut der Sprecherin der Bundesanwaltschaft in dem Zusammenhang ein sogenannter Gefahrenabwehrvorgang, der Generalbundesanwalt ermittele nicht im Fall Wunstorf.

Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen gefunden worden. In dem Fall ermittelt der Generalbundesanwalt. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies.

Suche geht weiter

Ziel des Polizeieinsatzes in Niedersachsen ist es nach früheren Angaben des LKA, auf dem Gelände noch weitere Drohnenteile sowie mögliche Hinweise auf den Eigentümer oder Drohnenpiloten zu finden. Die Suche ging auch am Freitag weiter. Auf Videoaufnahmen waren Polizisten zu sehen, die durch Felder streiften. Auch Suchhunde waren im Einsatz. 

Östlich des Gebiets am Steinhuder Meer liegt der Fliegerhorst Wunstorf. Dieser ist ein wichtiger Standort der Bundeswehr, die deutsche A400M-Flotte ist dort stationiert.

Das niedersächsische LKA geht nach früheren Angaben davon aus, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand.

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