Öffentlicher Dienst

Erneute Warnstreiks – Kitas und Jugendhilfe betroffen

Bei mehreren Kliniken in Niedersachsen und Bremen kommt es zu Einschränkungen. (Symbolbild)

Bei mehreren Kliniken in Niedersachsen und Bremen kommt es zu Einschränkungen. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Beschäftigte im öffentlichen Dienst legen für einen Warnstreik ihre Arbeit nieder. Diesmal stehen vor allem Sozial- und Erziehungsberufe im Mittelpunkt.

Von dpa 07.03.2025, 08:20 Uhr

Hannover. Beschäftigte in zahlreichen Kitas, der Jugendhilfe und der kommunalen Gebäudereinigung haben für einen Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen seien etwa die Landeshauptstadt Hannover und die Kommunen der Landkreise Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Schaumburg und der Region Hannover, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. 

Auch einige Kliniken beteiligten sich erneut am Warnstreik, darunter das Klinikum Region Hannover, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Bereits am Donnerstag hatte das Personal in Kliniken die Arbeit niedergelegt.

Geplant seien mehrere Kundgebungen in Hannover, Lüneburg, Braunschweig und Göttingen, sagte der Sprecher. Es werde eine hohe Beteiligung erwartet – die Beschäftigten seien unzufrieden mit den bisherigen Verhandlungen. 

Frauen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Warnstreiks stehen nach Verdi-Angaben Berufe, in denen der Anteil der Frauen, die dort arbeiten, besonders hoch sei. Daher sei der Streiktag bewusst gewählt – nämlich am sogenannten Equal Pay Day (7. März), der die ungleichen Löhne von Männern und Frauen mit gleicher Qualifikation anprangert, und einen Tag vor dem Internationalen Frauentag.

Die Beschäftigten fordern im aktuellen Tarifkonflikt von Bund und Kommunen ein deutlich höheres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Angestrebt werden eine Entgelterhöhung um acht Prozent, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat sowie drei zusätzliche freie Tage und höhere Zuschläge für Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen mindestens um 200 Euro monatlich angehoben werden.

Verhandlungen gehen vom 14. bis 16. März weiter

Aus Sicht der Arbeitgeber sind die Forderungen nicht finanzierbar. Die Tarifverhandlungen werden vom 14. bis 16. März in Potsdam fortgesetzt. In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrfach teils flächendeckende Warnstreiks, etwa auch in Kliniken.

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