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Sicherheit in Zügen

Getöteter Zugbegleiter – Bahn testet Doppelbesetzung

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter sollen Doppelbesetzungen für mehr Sicherheit im Zug sorgen. (Symbolbild)

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter sollen Doppelbesetzungen für mehr Sicherheit im Zug sorgen. (Symbolbild) Foto: Robert Michael/dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar probiert DB Regio Mitte erstmals Doppelbesetzungen im Zug aus. Was Mitarbeiter schon nach einer Woche berichten.

Von dpa 22.04.2026, 12:15 Uhr
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Mainz/Frankfurt. Rund zweieinhalb Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einem Regionalzug in der Westpfalz testet die Bahn beim Personal jetzt die Doppelbesetzung. Kundenbetreuer seien seit 13. April in zahlreichen Zügen von DB Regio Mitte erstmals zu zweit unterwegs, teilte die Bahn mit. Die Doppelbesetzung solle für mehr Sicherheit im Zug sorgen.

Zunächst seien dafür einige Strecken in Rheinland-Pfalz, im Saarland und nördlichen Baden-Württemberg einschließlich des Landkreises Bergstraße in Südhessen und damit im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) ausgewählt worden. 

Nach der ersten Einsatzwoche sei von Mitarbeitenden bereits zurückgemeldet worden, „dass sie durch das gemeinsame Auftreten eine kritische Situation entschärfen und eine weitere Eskalation verhindern konnten“, teilte die Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Silke Janser, mit. Das zeige die „schnelle Wirksamkeit der Doppelbesetzung“.

Manche Züge dafür ohne Zugbegleitpersonal

Die Tests würden mit der heutigen Anzahl an Kundenbetreuern durchgeführt. Das bedeute aber, dass manche Züge mit zwei Betreuern besetzt seien, auf anderen Zügen dafür kein Personal an Bord sei. Die Besetzung rotiere, damit sich die Einsätze über alle Züge und Linien verteilen. Wie lange der Testbetrieb dauert, sei noch offen.

Die doppelte Besetzung war laut Bahn ein großer Wunsch vieler DB-Beschäftigten. In einem nächsten Schritt sollten auch andere Modelle wie gemischte Teams aus Kundenbetreuung und Sicherheitspersonal oder auch Prüftrupps mit einer größeren Anzahl von Personen getestet werden.

Zugbegleiter nach Ticketkontrolle von Fahrgast tödlich verletzt

Anfang Februar war der Zugbegleiter Serkan Çalar in einem Regionalexpress von einem Fahrgast angegriffen und tödlich verletzt worden. Wegen des Verdachts des Totschlags sitzt ein Grieche in Untersuchungshaft.

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter hatte Anfang Februar bundesweit für Entsetzen gesorgt (Archivbild)

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter hatte Anfang Februar bundesweit für Entsetzen gesorgt (Archivbild) Foto: Patrick von Frankenberg/dpa

Er soll den 36 Jahre alten Zugbegleiter am 2. Februar bei einer Ticketkontrolle in der Westpfalz so schwer mit Faustschlägen gegen den Kopf attackiert haben, dass dieser später an einer Hirnblutung starb.

Der damals 26-Jährige hatte keinen Fahrschein und sollte des Zuges verwiesen werden – daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zug war von Landstuhl im Kreis Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) nach Homburg im Saarland unterwegs gewesen.

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