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Schädlinge

Giftige Raupen – Kommunen zahlen Zehntausende für Bekämpfung

Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Ast.

Raupen des Eichenprozessionsspinners auf einem Ast. Foto: Philipp Schulze/dpa/dpa-tmn

Seit einigen Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner auch in Niedersachsen aus. Weil die Härchen der Raupen giftig sind, werden vielerorts Nester beseitigt – für Kommunen wird das teuer.

Von dpa 02.08.2026, 12:00 Uhr
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Hannover. Um die gefährlichen Raupen von Eichenprozessionsspinnern zu entfernen, haben einige Kommunen in Niedersachsen einer Umfrage zufolge zuletzt deutlich mehr Geld ausgegeben. Innerhalb weniger Jahre hätten sich die Kosten für die Bekämpfung der Raupen mit den gefährlichen Brennhaaren in Kommunen vervielfacht, berichtet der Radiosender Antenne Niedersachsen nach einer Umfrage bei Städten und Landkreisen. Besonders betroffen sind demnach der Norden, die Heideregion und die Mitte des Bundeslandes.

Der Landkreis Peine etwa meldet dem Bericht zufolge in diesem Jahr den bislang stärksten Befall von Eichenprozessionsspinnern. Allein für die beauftragte Fachfirma, die die Nester absaugt, sind in diesem Jahr demnach bislang Kosten von rund 35.500 Euro angefallen. 2024 hatte die Kommune dafür noch 16.500 Euro ausgegeben. Die Stadt Nienburg gibt dieses Jahr nach eigenen Angaben rund 45.000 Euro für die Bekämpfung der Raupen aus – 2025 waren es noch 2.500 Euro.

Warum die Raupen gefährlich sind

Die Stadt Oldenburg rechnet in diesem Jahr dem Bericht zufolge mit Kosten von mindestens 100.000 Euro für die Beseitigung der Raupen. Auch im Landkreis Lüneburg sind die Kosten und auch der Befall laut Antenne Niedersachsen zuletzt deutlich angestiegen. Dieses Jahr plant die Kreisverwaltung demnach mit Ausgaben von rund 47.000 Euro für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners – vor zwei Jahren waren es noch rund 14.000 Euro.

Die feinen Härchen der Raupen können Atembeschwerden, Juckreiz und Entzündungen auslösen. Auch Schwindel und Fieber kann das in den Brennhaaren enthaltene Nesselgift verursachen. In extremen Fällen droht sogar ein lebensgefährlicher allergischer Schock. Menschen sollten befallene Bäume daher in jedem Fall meiden. Nester an Straßenbäumen, in öffentlichen Grünanlagen und auf Grundstücken öffentlicher Einrichtungen, wie zum Beispiel an Kitas, Schulen, Spielplätzen oder Parks werden entfernt.

Fachleute nehmen an, dass die zunehmende Klimaerwärmung die flächendeckende Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners begünstigt.

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