AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Landtagswahl in MV

Hamburgs CDU-Chef kritisiert Merz und bringt Vertrauensfrage ins Spiel

Um die Reformen mit der schwarz-roten Bundesregierung durchzubringen forder Thering notfalls auch eine Vertrauensfrage des Kanzler. (Archivbild)

Um die Reformen mit der schwarz-roten Bundesregierung durchzubringen forder Thering notfalls auch eine Vertrauensfrage des Kanzler. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Hamburgs CDU-Chef Thering warnt: Ohne entschlossene Reformen könnte die demokratische Mitte weiter an Halt verlieren. Von Kanzler Merz erwartet er mehr als nur kurze Erklärungen.

Von dpa 21.09.2026, 13:30 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Hamburg. In der Diskussion um Bundeskanzler Friedrich Merz hat Hamburgs CDU-Chef Dennis Thering nach den desaströsen Wahlergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eine Vertrauensfrage im Bundestag ins Spiel gebracht. Angesichts des historischen Debakels mit dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern „reicht die kurze Erklärung von Bundeskanzler Merz unmittelbar nach der Prognose nicht aus“, sagte Thering der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bundeskanzler müsse mit der schwarz-roten Regierung ins Handeln kommen. „Ankündigungen müssen umgesetzt, Entscheidungen getroffen und Reformen vorangetrieben werden“, forderte der Hamburger Landesvorsitzende. „Die ersten Absetzbewegungen der SPD sind da ein ganz schlechtes Omen. Wenn es für den weiteren Reformkurs die Vertrauensfrage braucht, dann muss Merz sie stellen.“

Thering: Ohne Reformen wird demokratische Mitte an Halt verlieren 

Die demokratische Mitte werde weiter an Halt verlieren, „wenn CDU und SPD auch in den Ländern nicht ihren Beitrag leisten und die notwendigen Reformen zum Erfolg führen“, warnte Thering.

Das gelte auch für die Hauptstadt: „Sofern die Sozialdemokraten in Berlin tatsächlich den Weg für eine Koalition mit einer offen antisemitischen Linken bereiten, mit einer Partei, in der Rufe wie „Yallah, yallah, Intifada“ und „Death to the IDF“ unwidersprochen möglich sind und der Chef des Remmo-Clans willkommener Gast ist, wäre das ein echter Tabubruch“, sagte er.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Schwesig: Kanzler schätzt die Lage falsch ein

Am Tag eins nach der Wahl werden in MV erste Weichen für die Regierung gestellt. Für das bisherige rot-rote Zweier-Bündnis reicht es nicht. Die AfD wird trotz neuer Stärke nicht regieren können.

Berentzen wird von US-Konzern übernommen

Der Apfelkorn von Berentzen dürfte bald aus demselben Hause kommen wie amerikanischer Whiskey. US-Branchenriese Sazerac will ein Übernahmeangebot abgeben, die entsprechende Vereinbarung steht.

Umweltminister will Versalzung der Weser stoppen

Der Düngemittelhersteller K+S will entgegen früherer Zusagen auch über 2027 hinaus salzhaltiges Abwasser in die Werra - und die Weser - einleiten. Warum das Niedersachsens Umweltminister umtreibt.

Weinlese im Norden: Solaris statt Riesling

Weinanbau im Norden wird angesichts steigender Temperaturen immer populärer. Auch in Niedersachsen setzen einige Betriebe vorwiegend auf weiße Trauben - das Wichtigste: Sie müssen pilzresistent sein.