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Containerschifffahrt

Hapag-Lloyd setzt trotz israelischem Veto auf ZIM-Übernahme

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen glaubt trotz des Widerstands der israelischen Regierung weiter an eine Übernahme der dortigen Containerreederei ZIM. (Archivbild)

Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen glaubt trotz des Widerstands der israelischen Regierung weiter an eine Übernahme der dortigen Containerreederei ZIM. (Archivbild) Foto: Markus Scholz/dpa

Warum glaubt Hapag-Lloyd trotz Widerstand aus Israel an die ZIM-Übernahme? Hinter den Kulissen laufen intensive Gespräche – und es geht um rund 3,6 Milliarden Euro.

Von dpa 12.09.2026, 05:35 Uhr
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Hamburg. Die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd setzt trotz des bisherigen Widerstands der israelischen Regierung weiter auf die Übernahme der dortigen Reederei ZIM. „Das Konzept, das wir vorgestellt haben, ist in vielen Bereichen eine Verbesserung - und auch für den Staat Israel gegenüber dem Status Quo“, sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen in einem Interview der „Welt am Sonntag“ (Redaktion Hamburg und Norddeutschland). Insbesondere in den vergangenen ein- bis eineinhalb Monaten sei die Diskussion mit den israelischen Behörden deutlich intensiver geworden. „Und das hilft immer.“

Hapag-Lloyd will ZIM für rund 3,6 Milliarden Euro übernehmen

Hapag-Lloyd - mit mehr als 300 Schiffen und einer Gesamttransportkapazität von 2,5 Millionen Standardcontainern (TEU) die fünftgrößte Reederei der Welt - hatte im Februar eine Vereinbarung zur Übernahme der weltweit zehntgrößten Containerschifffahrtslinie ZIM unterzeichnet. Demnach sollten die Hamburger für rund 3,6 Milliarden Euro sämtliche ZIM-Aktien übernehmen und die eigene Flotte so auf mehr als 400 Schiffe ausbauen und die Kapazität auf mehr als 3 Millionen TEU erhöhen.

Doch die israelische Regierung legte ein Veto ein, stört sich vor allem daran, dass zwei Staatsfonds aus Saudi-Arabien und Katar zu den Eignern von Hapag-Lloyd gehören. Sie verfügen über 10,2 beziehungsweise 12,1 Prozent der Anteile. „Ich verstehe, dass diese Sorge geäußert wird“, sagte Habben Jansen. Er wies darauf hin, dass die Anteilseigner keinen direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft hätten. „Wir waren mit unseren Schiffen in den vergangenen drei Jahren jede Woche in Israel, und unsere arabischen Investoren haben uns in den vergangenen Jahren immer gut dabei unterstützt, das Unternehmen weiterzuentwickeln.“

Habben Jansen glaubt, israelische Behörden überzeugen zu können 

Habben Jansen betonte mit Blick auf die geplante Übernahme: „Wenn man miteinander ins Gespräch kommt, versteht man auch besser die Sorgen der anderen Seite.“ Und dann sei es auch möglich, diese Sorgen zu adressieren. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unser Konzept sehr gut ist und dass wir die israelischen Behörden davon überzeugen können.“

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