THeute letzter Tag der Messe „LebensArt“ - Das gibt es zu entdecken
Auf dem Gut Deinster Mühle gibt es für fast jeden Geschmack etwas zum Essen. Foto: Fehlbus
Eine Outdoor-Badewanne mit Holzofen, natürliche Hundekosmetik und Schmuck aus Baumrinde. Das ist Trend auf der Messe „LebensArt“ in Deinste, die noch bis Sonntag geht.
Diabel Fayes Stühle sind echte Unikate. Handgefertigt im westafrikanischen Dakar, „aber für Norddeutschland geeignet“, unterstreicht der Aussteller, den einige als Veranstalter des multikulturellen Festivals „Blues am Deich“ unter anderem im Stadeum in Erinnerung haben dürften. Das Material, aus dem die Sitzgelegenheiten kunstvoll geknüpft sind, ist Nylon. Das Gestell ist rostfreier Stahl. Absolut outdoortauglich also. Eine Sitzgelegenheit gibt es ab 249 Euro.
Warmwasser ohne Gasanschluss oder Strom
Wer zumindest noch ein bisschen abgelagertes Kaminholz besitzt, kann sich ohne Gasheizung oder Strom eine warme Badewanne gönnen. Peter Herrmann aus Harsefeld hat den Sitzpool mit integriertem Holzofen aufgebaut. „Eine halbe Kiste getrocknetes Buchenholz, und das Wasser erwärmt sich in zwei Stunden auf 40 Grad“, sagt Herrmann und öffnet die kleine Ofenklappe am Ende des Schornsteins. Handprobe im Wasser: Herrlich warm ist es. Bakterien würden abgetötet, Desinfektionsmittel unnötig, sagt Peter Herrmann. 1000 Liter passen in den Pool, den es für 4950 Euro Messepreis gibt.
Luxus-Pflegeprodukte für den Hund
Simon Tiarks und Dr. Marian Casny sind beide Chemiker und Hundebesitzer. Weil sich die Pinneberger ärgerten, dass ihre Hunde nach der Shampoo-Behandlung mehr nach Wunderbaum als nach sauberem Fell rochen, kreierten sie ihre eigene Produktlinie. „Jule Pfotencreme“ oder „Lilly Relaxshampoo“ gibt es jetzt bei ihnen alias „Pinnaucare“ zu kaufen. „Wir nutzen Duftpflanzenöle und keine Chemikalien, die am Fell haften“, erklärt Simon Tiarks. Der Hund habe auf der Hundewiese wieder seinen Eigengeruch und „nicht den Geruch nach Pampelmuse“. Das Shampoo, das sich ohne übermäßige Schaumbildung wieder auswaschen lassen soll, kostet um die 18 Euro. Noch etwas günstiger gibt es die Pfotencreme, die auch auf Hundeballen blitzschnell einziehen soll. Auf der Hand jedenfalls gelingt es.
Alle neun Jahre schält sich ein Schmuckstück aus dem Baum
Für Natürlichkeit auf der menschlichen Haut sorgt Heidi Dootz. Die meiste Zeit des Jahres wohnt sie in Portugal. Dort stellt sie ihren nickelfreien Schmuck her, versilberte Schmuckstücke, die auf Kork-Riemen, -Gürteln oder -Taschen glänzen. Das Material ist nachhaltig, geerntet von der Korkeiche, die dafür nicht gefällt wird, sondern weiterlebt. „Nur alle neun Jahre darf der Baum geschält werden“, sagt Dootz. Einige ihrer beliebtesten Armbänder kosten zwischen 20 und 30 Euro.
Die „LebensArt“ öffnet am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, junge Begleiter bis 15 Jahre nichts.