Kampf um Klassenerhalt: VfL Fredenbeck will weg vom Larifari-Handball
Der VfL Fredenbeck um Maximilian Lens hat in der Drittliga-Vorrunde einen Negativrekord aufgestellt. Foto: Struwe (Archiv)
Der VfL Fredenbeck geht mit einem Heimspiel gegen Bissendorf-Holte in die Runde um den Klassenverbleib in der 3. Liga. Los geht es am Sonnabend um 19.30 Uhr in der Geestlandhalle. Doch die Aussichten für Fredenbeck sind schon vor dem Start eher ungünstig.
Die Bissendorfer sind alte Bekannte und waren bereits in der Qualifikation Gegner der Fredenbecker, die diese Begegnung auswärts mit 20:28 verloren haben. Die Analyse des Spiels vom damaligen Co-Trainer Andreas Ott klingt im Nachhinein wie die Analyse der ganzen folgenden Saison. „Wir nutzen die Chancen nicht, machen technische Fehler, werfen dem Torhüter die Hände wund, weil wir ohne Überzeugung reingehen. Dann wird der Ball weitergespielt und irgendeiner meint, irgendwie werfen zu müssen. Das ist die Krankheit dieser Mannschaft.“
Bei den Bissendorfern dreht sich alles um die Brüder Fabian und Christian Rußwinkel. Ob der Ex-Bundesligaspieler Levin Zare nach einer Knie-OP wieder dabei sein wird, ist unklar. Für Fredenbecks Trainer Igor Sharnikau ist die Lage klar: „Jetzt müssen alle alles geben.“ Wenn die Mannschaft noch irgendetwas erreichen wolle, müsse gegen Bissendorf ein Sieg her. Das ginge nicht mit Larifari-Handball. Dazu gehöre vor allem auch Disziplin.
3. Liga: Abstiegsrunde mit fünf Mannschaften
Die Vorrunde der Saison 2021/22 hat der VfL mit einem ernüchternden Ergebnis abgeschlossen. 3:37 Punkte bedeuten einen Negativrekord in allen sieben Staffeln. Nur gegen den Tabellennachbarn DHK Flensborg konnte gepunktet werden. Wenn auch einige Spiele knapp und zum Teil unglücklich verloren gingen, so waren die von Beginn an vorhandenen Defizite zu groß, um besser abzuschneiden.
In der nun beginnenden Runde um den Drittliga-Verbleib treten die Fredenbecker gegen fünf Teams aus den Nachbarstaffeln in Hin- und Rückspiel an, wobei die Spiele der Vorrunde gegen die HSG Ostsee bereits gewertet werden. Nur die beiden Erstplatzierten verbleiben am Ende in der dritten Liga; die übrigen vier Teams steigen in die Oberligen ab. Fredenbeck startet also mit 0:4 Punkten in die Runde, die am 21. Mai abgeschlossen sein soll. Die Gegner sind: TV Bissendorf-Holte, Northeimer HC, HC Burgenland, HSG Ostsee N/G und die TSG A-H Bielefeld.
Fredenbeck ist krasser Außenseiter
Favoriten in der Staffel sind schwer auszumachen. Mit jeweils 4:0 Punkten haben die HSG Ostsee und der Northeimer HC die beste Ausgangsposition. Will der VfL an einem dieser Teams vorbeiziehen, müsste er so gut wie jedes Spiel gewinnen. Gemessen am Abschneiden in der Vorrunde sollten am ehesten der HC Burgenland aus Naumburg im südlichen Sachsen-Anhalt und die TSG A-H Bielefeld (beide 2:2 Punkte) für eine Überraschung sorgen können. Bissendorf-Holte und Fredenbeck (beide 0:4 Punkte) sind krasse Außenseiter.
Die nächsten Gegner der Fredenbecker in der Hinrunde sind jeweils auswärts Bielefeld (2. April) und Burgenland (9. April). Zum Abschluss der Hinrunde tritt am 23. April der Northeimer HC in Fredenbeck an.