Konjunktur

Kosmetikbranche erwartet nach Rekordumsatz weiteres Plus

Geschäft mit Kosmetika wächst (Archivbild)

Geschäft mit Kosmetika wächst (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Beim Konsum halten sich viele Menschen gerade zurück. Doch für Körperpflege und ein sauberes Zuhause wird weiterhin viel Geld ausgegeben. Die Hersteller sehen kein Ende des Wachstums.

Von dpa 05.12.2024, 11:35 Uhr

Frankfurt/Main. Make-up, Lippenstift, Nagellack & Co.: Trotz der Kaufzurückhaltung vieler Verbraucherinnen und Verbraucher hat die deutsche Kosmetikbranche 2024 einen Rekordumsatz erzielt. Für das kommende Jahr sagt der Branchenverband IKW der Körperpflege- und Waschmittelindustrie weiteres Wachstum voraus. 

Das Inlandsgeschäft soll der Prognose zufolge um 2,3 Prozent auf rund 23,4 Milliarden Euro zulegen. In den vergangenen Jahren waren die Wachstumsraten allerdings deutlich höher. Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) verweist auf allgemein gestiegene Kosten - zum Beispiel für Energie und Rohstoffe - sowie zunehmende Bürokratie als Hemmnisse für die Hersteller.

Umsatzplus im Inland - Export schwächer

Bis zum Ende des laufenden Jahres dürften Konsumenten im In- und Ausland einer Hochrechnung des Verbandes zufolge 34,6 Milliarden Euro für Shampoo und Deos sowie Waschmittel und Haushaltsreiniger aus deutscher Produktion ausgegeben haben. Das wären 3,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Während die Geschäfte im Inland besser liefen als vor Jahresfrist, gab der Export 2024 um 3,3 Prozent nach. Dies sei „eine Anpassung nach einigen außergewöhnlich starken Jahren“, erklärte der IKW-Vorsitzende Georg Held. 

Der IKW mit Sitz in Frankfurt vertritt nach eigenen Angaben mehr als 440 Unternehmen mit zusammen etwa 50 000 Mitarbeitern. Die Mitgliedsfirmen stehen nach Verbandsangaben für etwa 95 Prozent des deutschen Marktes.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Tesla verfehlt Gewinnerwartung der Wall Street

Laut Elon Musk liegt die Zukunft von Tesla in Robotern und Robotaxis. Aktuell lebt die Firma jedoch vom Autoverkauf. Dieses Geschäft lief zuletzt wieder besser. Doch Anleger erwarteten mehr Gewinn.

Google-Mutter Alphabet übertrifft Erwartungen

Neue Rivalen forderten Google mit Künstlicher Intelligenz heraus. Doch der Internet-Riese ist erfolgreich mit eigenen KI-Funktionen in seiner Suchmaschine. Zudem wächst das Cloud-Geschäft rasant.

Höhere Schienenmaut für Personenverkehr

Mit Trassenpreisen zahlen Verkehrsunternehmen für die Nutzung des Schienennetzes. Dem EuGH zufolge wurden sie bisher falsch berechnet. Nun drohen spürbare Folgen für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste.

Porsche-Aufsichtsrat unterstützt Sparpaket

Seit Monaten laufen bei Porsche Verhandlungen über ein weiteres Sparpaket. Nun hat sich der Aufsichtsrat mit dem aktuellen Stand befasst - und seine Unterstützung zugesagt. Das ist bisher bekannt

Mehr Menschen mit Schwerbehinderung in Jobs

Die Zahl der Behinderten in Arbeit ist gestiegen - aber immer noch zu gering. Viele Betriebe erfüllen ihre Verpflichtung zur Einstellung nicht. Dabei sind Schwerbehinderte oft gut ausgebildet.