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Vietnamkrieg

Kriegsprotest und Folk: Woodstock-Star McDonald gestorben

McDonald gehörte zu den prägenden Stimmen der US-amerikanischen Gegenkultur der 1960er Jahre.

McDonald gehörte zu den prägenden Stimmen der US-amerikanischen Gegenkultur der 1960er Jahre. Foto: Craig Ruttle/FR61802 AP/AP/dpa

Wofür kämpfen wir, fragte Folk-Rock-Band „Country Joe and the Fish“ in den 1960ern. Mit dem Vietnam-Protestsong wurde McDonald zur Stimme der Hippie-Generation. Nun ist er mit 84 Jahren gestorben.

Von dpa 09.03.2026, 09:35 Uhr
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Berkley. Der US-Musiker und Vietnamkriegs-Protestsänger „Country Joe“ McDonald ist gestorben. Der Sänger der Folk-Rock-Band „Country Joe and the Fish“ erlag im Alter von 84 Jahren in Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien den Folgen der Parkinson-Krankheit, wie mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Ehefrau Kathy McDonald berichteten. Laut seiner Website erfolgte sein Tod am 7. März.

Joseph alias „Country Joe“ McDonald gehörte zu den prägenden Stimmen der US-amerikanischen Gegenkultur der 1960er Jahre. Große Bekanntheit erlangte er mit seinem Auftritt beim Woodstock-Festival 1969, wo er sein satirisches Anti-Vietnamkriegs-Lied „I-Feel-Like-I’m-Fixin‘-to-Die Rag“ spielte (sinngemäß: „Ich habe das Gefühl, gleich draufzugehen“). 

Dabei ließ McDonald das Publikum einen provokanten Sprechchor anstimmen, und Hunderttausende sangen den bitteren Refrain mit: „Eins, zwei, drei, wofür kämpfen wir? Frag mich nicht, ist mir egal. Nächster Halt, Vietnam.“ In anderen Strophen verspottete das Lied Kriegsprofiteure an der Wall Street sowie die Bereitschaft, junge Männer in den Krieg zu schicken.

Mit seiner Band gehörte McDonald zur sogenannten Psychedelic-Rock-Szene. Der in Washington geborene Musiker diente selbst in der US-Marine und engagierte sich später nach eigenen Angaben als Aktivist für Veteranen. Neben seiner Ehefrau Kathy McDonald, mit der er 43 Jahre verheiratet war, hinterlässt er fünf Kinder.

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