DLRG-Kritik

Hallenbäder fallen dem Sparhammer zum Opfer

Mehr als die Hälfte der Kinder am Ende ihrer Grundschulzeit können noch nicht schwimmen.

Mehr als die Hälfte der Kinder am Ende ihrer Grundschulzeit können noch nicht schwimmen. Foto: Emily Wabitsch/dpa/Archivbild

Die DLRG kritisiert, dass sich der Bund schrittweise aus der Förderung der Schwimmbäder-Sanierung zurückziehen will. Die Folgen werden spürbar sein.

Von dpa 06.02.2024, 06:15 Uhr

Bad Nenndorf. Mit dem Beschluss des Bundeshaushalts würden die Mittel des Programms zur Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur drastisch reduziert, teilte die DLRG am Freitag in Bad Nenndorf mit. „Gut jedes zweite Bad in Deutschland ist sanierungsbedürftig und mehr als die Hälfte der Kinder am Ende der Grundschule können noch nicht schwimmen“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Der Stopp des Förderprogramms sei ein „herber Schlag“.

Zuvor hatte der Bundestag mit mehrwöchiger Verspätung den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Der Haushalt hatte die Ampel-Koalition vor eine besondere Herausforderung gestellt - nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts mussten Milliardenlöcher gestopft werden.

Die DLRG forderte einen runden Tisch mit Bund, Ländern und Kommunen: „Jedes Kind muss während seiner Schulzeit die im Notfall lebensrettende Fertigkeit des Schwimmens erlernen - möglichst bereits in der Grundschule“, forderte Vogt. Dafür müsse der Bund sich finanziell einbringen - „und zwar stärker noch als zuvor“.

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