TMalte Hagedorn nominiert für Stipendium: Linkshänder mit vielen Stärken
Malte Hagedorn (Handball, VfL Horneburg) ist das nächste große Talent aus der Handball-Familie. Die Bundesliga - erst mal mit der VfL-Jugend - im Blick. Tel.: 01378 - 22 703 417-05
Mit dem 14-jährigen Malte Hagedorn hat der VfL Horneburg das nächste ganz große Talent auf der Handball-Bühne. Nach einer überragenden Saison bremste ihn aber eine Verletzung vorerst aus.
Der Name Hagedorn ist das Aushängeschild für den Handball in Horneburg. Die Brüder Stefan und Christoph waren früher bekannt als Regionalligaspieler und bilden heute die Spartenleitung. Ole Hagedorn war letztes Jahr erfolgreicher Torschütze in der Jugendbundesliga und spielt nun beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau. Mutter Britta war ebenso Drittligaspielerin für den VfL und ist seit mehr als 15 Jahren Jugendwartin. Nun ist der nächste Sohn im Kommen.
Der 14-jährige Malte Hagedorn hat mit dem Handball bereits als Dreijähriger begonnen. Sein Talent war auch außerhalb von Horneburg schon früh erkennbar. Anfragen von Internaten hat der Linkshänder bereits mit 12 Jahren unter anderem aus Leipzig erhalten. Doch im Moment sei ein Wechsel keine Option. „Ich habe erst mal vor, in Horneburg zu bleiben“, sagt Hagedorn. Er habe das Ziel, in Horneburg wie sein Bruder Ole in der Jugendbundesliga zu spielen.
Malte Hagedorn ist einer von zehn Kandidatinnen und Kandidaten für das Sportstipendium. Der Kreissportbund Stade (KSB), die Sparkasse Stade-Altes Land und das TAGEBLATT haben die finanzielle Förderung von talentierten und erfolgreichen Nachwuchssportlern wieder aufgelegt. Das Sportstipendium ist mit 3000 Euro dotiert.
Das Ziel ist die Jugendbundesliga
Ein weiterer großer Traum für Hagedorn sei es, eines Tages im Profibereich zu spielen. Die ersten Schritte in diese Richtung sind gemacht. Er hat bereits an zahlreichen Lehrgängen des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) teilgenommen und ist Teil der älteren HVN-Auswahl im Jahrgang 2007.
Auch sein Vater Stefan Hagedorn hält den Sprung in den Profihandball für möglich. Die sportlichen Voraussetzungen und auch das Talent dafür habe sein Sohn auf jeden Fall. „Wenn er den Willen dazu hat und auch von Verletzungen verschont bleibt, kann er das erreichen“, sagt Stefan Hagedorn. Auch sei es von Vorteil, dass sein Sohn Linkshänder sei. Es mache keine Probleme, dass er als Vater auch gleichzeitig Trainer ist. „Das schweißt einen ja auch weiter zusammen“, sagt Hagedorn. So könne man Stärken und Schwächen analysieren und besser zusammenarbeiten.
Zweitbester Torschütze in Niedersachsen
Insbesondere seine Stärke im Eins-gegen-eins zeichnet ihn aus. Seine Körpertäuschungen variieren ständig und sind nur schwer zu verteidigen. Die durch die gewonnenen Zweikämpfe freigewordenen Räume nutzt er sehr gut und leitet viele Tore durch sehenswerte Anspiele an den Kreis ein. Auch seine Körpergröße von bereits 1,85 Metern nutzt Malte Hagedorn immer wieder aus, um Tore aus der zweiten Reihe zu werfen.
Die vergangene Saison lief optimal für Hagedorn. In insgesamt 21 Pflichtspielen erzielte er 249 Tore für die C-Jugend. Landesweit war er damit der zweitbeste Torschütze der C-Jugenden in 2021/22. Seinen größten Erfolg konnte er in ebendieser Saison erreichen. Eine ohnehin schon grandiose Oberliga-Saison ohne Punktverlust krönte Hagedorn mit der C-Jugend mit der Verbandsmeisterschaft. Außerdem half Hagedorn in acht Begegnungen bei der B-Jugend aus und hatte auch dort mit 54 Toren einen nicht unerheblichen Anteil an der Landesliga-Meisterschaft.
In der Saison 2022/23 wollte Hagedorn an seine Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen. Doch es kam anders. Eine Rückenverletzung setzte ihn außer Gefecht. Mittlerweile befindet sich Malte Hagedorn in der Reha. Wann er wieder einsatzfähig sein wird, steht noch nicht fest.
Wie sich Malte Hagedorn entwickelt, weiß heute noch keiner. „Er ist C-Jugendlicher, es ist einfach noch zu früh, sich darüber Gedanken zu machen“, sagt sein Vater. Und trotzdem ist es gut möglich, dass Malte Hagedorn es in die Bundesliga schafft.
Das Sportstipendium
Der Kreissportbund, die Sparkasse Stade-Altes Land und das TAGEBLATT stellen für das mit 3000 Euro dotierte Sportstipendium zehn Kandidatinnen und Kandidaten auf. Die sportlichen, jungen Talente aus der Region sollen eine finanzielle Förderung erfahren. Die Gewinner stehen nach einem mehrtägigen Online-Voting am 20. April fest. Das TAGEBLATT stellt in loser Folge alle Kandidaten vor.