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Hamburg

Nach Schiffskollision: Brücke im Hamburger Hafen bleibt gesperrt

Ein Binnenschiff hängt unter der Freihafenelbbrücke fest. Beim Durchfahren der Brücke im starken Sturm war das Schiff am Sonnabend mit dem Steuerhaus an der Brücke hängengeblieben und hat sich dabei verklemmt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Ein Binnenschiff hängt unter der Freihafenelbbrücke fest. Beim Durchfahren der Brücke im starken Sturm war das Schiff am Sonnabend mit dem Steuerhaus an der Brücke hängengeblieben und hat sich dabei verklemmt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Nach der Kollision eines Baggerschiffes mit der Freihafenelbbrücke im Hamburger Hafen am späten Samstagabend bleibt die Brücke zunächst für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Sonntag, 30.01.2022, 14:38 Uhr

Der Schaden sei als so bedeutend angesehen worden, dass eine Sperrung der Brücke über einen noch nicht absehbaren Zeitraum notwendig ist, teilte die Polizei Hamburg am Sonntag mit. Die unmittelbar danebenliegende Bahnbrücke ist von der Sperrung nicht betroffen.

Das Schiff war am späten Samstagabend gegen die Brücke gestoßen und hat sich dort festgefahren. Das Führerhaus des Binnenschiffes wurde dabei erheblich beschädigt. Der 44 Jahre alte Schiffsführer sowie ein 45-jähriger Baggerfahrer, die an Bord waren, blieben unverletzt. Beide Männer hatten einen Atemalkoholwert von rund 1,4 Promille. Blutprobenentnahmen wurden angeordnet. Wegen des am Abend weiter steigenden Hochwassers konnte das Baggerschiff mit Hilfe eines Schiffsassistenzschleppers um 3.30 Uhr frei und am Kirchenpauerkai fest gemacht werden.

Die genaue Unfallursache war zunächst unklar. Es sei möglich, dass sich der Kapitän wegen des steigenden Wasserstandes der Elbe verschätzt habe, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht auf Sonntag.

Die Freihafenelbbrücke von 1926 gilt als Wahrzeichen Hamburgs. Sie führt über die Norderelbe und befindet sich an der nördlichen Grenze des Hafengebietes.

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