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Rüstungsindustrie im Visier

Nachrichtendienst: Russland plant Sabotage in Dänemark

Dänemark ist von russischen Sabotage-Plänen betroffen. Das meldet der Inlandsnachrichtendienst laut der Zeitung „Berlingske“. (Symbolbild)

Dänemark ist von russischen Sabotage-Plänen betroffen. Das meldet der Inlandsnachrichtendienst laut der Zeitung „Berlingske“. (Symbolbild) Foto: Steffen Trumpf/dpa

Russland plant laut dem dänischen Inlandsnachrichtendienst Sabotage in Dänemark – und versucht dafür sogar, ahnungslose Bürger anzuwerben. Im Visier: die Rüstungsindustrie und Ukraine-Hilfe.

Von dpa 02.09.2026, 23:25 Uhr
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Kopenhagen. Dänische Behörden haben laut einem Bericht der Zeitung „Berlingske“ Pläne und Vorbereitungen für russische Sabotage in Dänemark aufgedeckt. Unter den Zielen seien besonders Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militärischen Hilfe in der Ukraine hätten, sagte der Chef für Spionageabwehr beim dänischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil Græsholm, der Zeitung.

„Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu stoppen“, sagte Græsholm den Angaben zufolge. „Gleichzeitig soll uns Angst gemacht werden, damit wir die Ukrainer nicht mehr unterstützen und unsere eigene Verteidigungsfähigkeit nicht ausbauen.“

In der Regel hält sich der Nachrichtendienst bedeckt - nicht in diesem Fall: „Die Auswahl der Ziele und die Vorbereitungen sind so konkret, dass wir es für notwendig halten, mit der Nachricht an die Öffentlichkeit zu gehen, dass es sich um eine Bedrohung handelt, die ernst genommen werden muss“, sagte Græsholm. „Berlingske“ gegenüber nannte er Brandstiftung als mögliches Ziel der russischen Pläne. Unternehmen in der Rüstungsindustrie seien aufgerufen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. 

Nachrichtendienst: Russland versucht Dänen für Pläne anzuwerben

Russland versuche außerdem, „ganz gewöhnliche Dänen“ für seine Pläne zu rekrutieren - oft, ohne dass diese wüssten, dass sie für Moskau arbeiteten. „Es kann darum gehen, Fotos oder Videos von Unternehmen oder Anlagen zu machen, die dann für Sabotagepläne genutzt werden können“, sagte Græsholm. Er rief die Däninnen und Dänen auf, misstrauisch zu sein, wenn sie mit solchen Anfragen konfrontiert würden. 

PET rechne damit, dass die Bedrohung „in Umfang und Komplexität“weiter zunehme, hieß es. „Sie richtet sich gegen ukrainische Rüstungshersteller in Dänemark“, sagte Græsholm. „Aber wir können sehen, dass sich die Russen generell für die Rüstungsindustrie in Dänemark interessieren.“

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