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Weltwirtschaft

Ökonom Schularick: USA sind kein verlässlicher Partner mehr

Schularick ist Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. (Archivbild)

Schularick ist Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hat die Trump-Rede in Davos beobachtet. Er zieht daraus Schlüsse auch für die Bundesregierung.

Von dpa 25.01.2026, 04:35 Uhr
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Davos. Die Bundesregierung kann sich nach Ansicht des Ökonomen Moritz Schularick auf die USA nicht mehr verlassen. „Trumps Auftritt in Davos hat uns wieder gezeigt: Die USA sind für uns keine verlässlichen Partner mehr“, sagte der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW). Man dürfe sich nicht von „den labilen Launen eines einzelnen Politikers“ abhängig machen, sondern müsse einen stabilen Gegenpol schaffen, mahnte er.

Ein Beispiel sei die Entwicklungspolitik, in der US-Präsident Donald Trump eine zentrale Lücke hinterlassen habe. Für Deutschland machten Investitionen in diesem Bereich nun nicht nur wirtschaftlich, migrationspolitisch und klimapolitisch Sinn, sondern auch geopolitisch. „Wenn wir klug in Partnerländern investieren und Handelswege eröffnen, fördern wir auch das Wachstum bei uns“, sagte Schularick.

In der Vergangenheit aber habe die Bundesregierung Entwicklungsgelder ungezielt ausgeschüttet – „und echter Wandel entstand selten“. Statt Altruismus müsse sie die eigenen Interessen in den Vordergrund rücken. „Jedes Programm muss einen messbaren Mehrwert für beide Seiten schaffen – für Geber und Nehmer“, regte Schularick an. Sein Institut hat ein Konzept für eine neue Entwicklungspolitik vorgelegt.

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