AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Tiere

Peta will nach Wels-Tötung Strafanzeige stellen

Zur Tötung des Welses hätte es aus Sicht von Peta eine Alternative gegeben.

Zur Tötung des Welses hätte es aus Sicht von Peta eine Alternative gegeben. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Polizei schießt auf einen zwei Meter langen Fisch, der Badende angreift. Aus Sicht von Tierschützern hätte es eine Alternative gegeben.

Von dpa 24.06.2025, 14:50 Uhr
12 Monate Premium-Zugriff für nur 1,00 € pro Woche! Langfristig sparen!

Weißenburg. Nach der Tötung eines aggressiven Wels in einem Badesee in Mittelfranken will die Tierrechtsorganisation Peta Strafanzeige gegen die Beteiligten stellen. „Wir sind schockiert vom Vorgehen der zuständigen Polizei und der Angler, die ganz offenbar für den extrem schmerzhaften, langsamen und vor allem auch unnötigen und gesetzeswidrigen Tod des Welses verantwortlich sind“, teilte die Organisation mit. 

Der zwei Meter lange Fisch hatte nach Angaben der Polizei am Freitag im Brombachsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mehrere Badende im Wasser angegriffen und verletzt. Ein Beamter schoss demnach auf das Tier. Zwei Angler bargen diesen anschließend. 

War Tötung alternativlos?

Den Strand zu sperren, statt den Wels zu töten, hätte aus Sicht der Einsatzkräfte nicht ausgereicht. Wegen eines Musikfestivals sei eine lückenlose Überwachung nicht möglich gewesen, weil Feiernde oft auch nachts ins Wasser gingen, begründete ein Polizeisprecher. 

Peta geht dagegen davon aus, dass Sicherheitskräfte dafür hätten sorgen können, dass die Festivalbesucher nicht an der Stelle schwimmen. Nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ansbach sind zu dem Fall bisher noch keine Strafanzeigen bei der Behörde eingegangen.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Merz beim CSU-Parteitag unter Zugzwang

Die CSU will Aigner. Wen will Merz? Der Druck auf den Kanzler wächst, die Kandidatur für das Bundespräsidentenamt zu klären. Lässt er heute auf großer Bühne etwas durchblicken?

Schock nach tödlicher Terrorfahrt in Frankreich

Das Entsetzen im Land nach dem Schussangriff bei Paris ist groß. Frankreichs Präsident spricht von einem Wendepunkt. Derweil machen Ermittler Entdeckungen in der Wohnung und dem Auto des Verdächtigen.